Kunst- und Kulturhappening

Die Kurze Nacht der Frankfurter Museen

in Frankfurt (Oder) von 17-23 Uhr

Kurze Nacht der Frankfurter Museen
Kurze Nacht der Frankfurter Museen | © Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst

Mit einer Dauer von sechs Stunden ist die „Kurze Nacht der Frankfurter Museen“ eigentlich ganz schön lang. Doch diese Zeit braucht man, um alle Angebote entspannt zu entdecken, denn neben den aktuellen Ausstellungen bieten alle Einrichtungen ein Sonderprogramm an.

Los geht es um 17 Uhr in der St.-Marien-Kirche. Unter dem Titel „Reelleti Scheck“ präsentiert der Künstler Eric Meier eine Schau aus Fotografie, Video und Installation, die die Veränderung urbaner Räume und den Verlust von Utopien aufgreift. Lutz Boltz wiederum hat sich der „Highspeed-Fotografie“ verschrieben und hält Momente fest, die innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde vorbei sind, wie beispielsweise berstende Glühbirnen oder brechende Lichtwellen.

Highspeedfotografie © Lutz Boltz
Highspeedfotografie | © Lutz Boltz

Die nächste Station ist das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst. Am Standort Packhof wird um 18:15 Uhr die Ausstellung „Dunkles Leuchten“ mit Schlüsselwerken des Malers Wilhelm Kohlhoff eröffnet. Er widmet sich in seinen Arbeiten der Funktion des Lichtes als bildimmanentes und kompositionskonstituierendes Element. Zu sehen sind Figurenbildnisse, Stillleben sowie Landschafts- und Stadtdarstellungen aus der Weimarer Zeit, darunter auch 20 grafische Arbeiten auf Papier.

Ab 19 Uhr lädt das historische Straßenbahndepot zur Besichtigung der Fahrzeuge und zu nächtlichen Rundfahrten ein, bei denen wissenswerte Stadtgeschichten vermittelt wird.

Wilhelm Kohlfhoff, 3 Mädchen © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Wilhelm Kohlfhoff, 3 Mädchen, um 1922 (unvollendet), Öl auf Holz | © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Um 19:30 Uhr begeben sich der Schauspieler Sebastian Zett und der Gitarrist Daniel Lindenblatt in ihrem Programm „Post aus der Südsee“ in der Stadt- und Regional-Bibliothek auf einen abenteuerlichen Trip zur Südhalbkugel. Von San Franzisco über Hawaii und Samoa bis nach Tahiti. Auf dem Weg treffen sie auf Mark Twain, Jack London und Robert Louis Stevenson sowie auf einsame Inseln, Walfänger, Zyklone und viel Seemannsgarn.

Post aus der Südsee © Dovile Sermokas
Post aus der Südsee | © Dovile Sermokas

Weiter geht es im Museum Viadrina. Neben der Dauerausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte ist im Junkerhaus die Sonderschau „Die Oder. Unser Fluss“ zu sehen, in der der Gedenkstätte stellt Hartmut Kelm seine Fotografie-Arbeiten „Lost Places“ aus. Ab 21 Uhr ist in der Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach ein Konzert des Kammerchors der Singakadmie zu Ehren des Komponisten und Musikers Michale Praetorius (1571-1621) zu erleben, der in Frankfurt studiert und gewirkt hat.

Kleist Museum Frankurt (Oder)
Kleist Museum Frankurt (Oder) | © Kleist Museum

Wer sich für Frankfurts berühmtesten Sohn interessiert, sollte einen Abstecher ins Kleist Museum machen, das als eines der schönsten Literatur-Museen in Europa gilt und im Blaubuch der Bundesregierung als "kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung" verzeichnet ist. Neben der ständigen Ausstellung „Rätsel. Kämpfe. Brüche“ lädt das Haus ab 22 Uhr zur Lesung „Man stirbt doch nicht im dritten Akt“ von Schauspieler Peter Pause ein, der amüsante Lebenserinnerungen aus seiner neu aufgelegten Biografie zum Besten gibt.

 

Veranstaltungsort:
Brandenburgisches Landesmuseum Moderne Kunst Frankfurt (Oder), PackHof
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder)

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