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Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Kunst- und Kulturhappening in Frankfurt (Oder) von 17 - 23 Uhr

Kurze Nacht der Frankfurter Museen
Kurze Nacht der Frankfurter Museen | © Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst

Mit einer Dauer von sechs Stunden ist die „Kurze Nacht der Frankfurter Museen“ eigentlich ganz schön lang. Doch diese Zeit braucht man auch, um entspannt alles zu entdecken. Neben den ständigen und aktuellen Ausstellungen bieten alle fünf Einrichtungen ein Sonderprogramm an. Die Veranstaltungen sind so gelegt, dass die Besucher der Kurzen Nacht alle Programmpunkte nacheinander wahrnehmen können.

Los geht es um 17 Uhr im Kleist Museum. Wer sich für Frankfurts berühmtesten Sohn interessiert, ist hier richtig. Neben der ständigen Ausstellung „Rätsel. Kämpfe. Brüche“ lädt das Haus zur Finnisage der Sonderausstellung „Kopfsache. Erika Stürmer-Alex zu Heinrich von Kleist“ ein. Die Malerin und Bildhauerin hat sich über 50 Jahre lang in Bildern, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen mit dem Leben und Werk des Dichters auseinandergesetzt.

Kleist Museum Frankurt (Oder)
Kleist Museum Frankurt (Oder) | © Kleist Museum

Das Kleist Museum gilt es als eines der schönsten Literatur-Museen in Europa und ist im Blaubuch der Bundesregierung als kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung verzeichnet.

Weiter geht es in der in der Marienkirche, einer der größten gotischen Backsteinkirchen Brandenburgs. Hier lassen sich die 117 Bleiglasfenster aus dem 14. Jahrhundert, die so genannte „Bilderbibel“, bewundern. Dazu zählen auch mehrere, in der Kunstgeschichte einzigartige Antichristfenster. Die dortige Ausstellung zeigt Fotografien von Götz Lemberg, der sich auf die Spuren von Theodor Fontanes Reisen begeben hat.

"Antichristfenster" St. Marienkirche © Wolfgang Gülcker
"Antichristfenster" St. Marienkirche © Wolfgang Gülcker

Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst  wirft die Ausstellung „Urbane Kommentare“ am Standort Packhof einen Blick auf die Kunst im Stadtraum. Diese hatte zu DDR-Zeiten die Aufgabe, den Bewohnern ein Gefühl von Identifikation und Heimat zu vermitteln – ein Versprechen, das jedoch nie eingelöst wurde.

Unter dem Titel „Kriege und Krisen im 20. Jahrhundert“ sind in der Rathaushalle Werke aus der Sammlung des BLMK zu erleben, u. a. von Gerhard Bondzin, A.R. Penck, Käthe Kollwitz oder Hans Grundig. Zu sehen sind Lithografien, Radierungen, Holzschnitte sowie Siebdrucke, Zeichnungen und Grafiken und Skulpturen. Ab 19.30 Uhr bringt das Ensemble Theater Frankfurt dort „Das Krokodil“ von Dostojewski zur Aufführung.

Kriege und Krisen im 20. Jahrhundert
Kriege und Krisen im 20. Jahrhundert | © links: A.R. Penck, o.T., 1992, Siebdruck, rechts: Gerhard Bondzin, "Unbesiegt", 1965, Holzschnitt © VG Bild-Kunst Bonn, 2019

Unter dem Titel „Von Nachtigallen & Schmetterlingen und anderen Gefiederten & Geflügelten“ präsentiert das Kalliope-Team in der Stadt- & Regionalbibliothek eine Auswahl der schönsten Geschichten, Gedichte und Lieder zum Thema. Gelesen und vertont werden unter anderem Auszüge aus Oscar Wildes märchenhafter Geschichte „Die Nachtigall und die Rose“, Christian Morgensterns Möwenlied oder Wilhelm Buschs „Hans Huckebein“ (20:45 Uhr).

Letzte Station ist das Museum Viadrina. Neben der Dauerausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte sind in der Sonderschau „Archäologische Landschaften“ 130.000 Jahre alte Befunde zur Umwelt der Neandertaler im Süden Brandenburgs zu sehen. Ab 22 Uhr spielt das Duo Thomenno Musik von Bach bis Led Zeppelin.

Der Eintritt in allen Häusern ist kostenlos. Alle Orte sind ab 17 Uhr geöffnet und können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Alle Infos: Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Veranstaltungsort:
Brandenburgisches Landesmuseum Moderne Kunst Frankfurt (Oder), PackHof
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder)

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