Festival für Puppen- und Objekt-Theater (19.–22.9.2019)

Osthafen VIII - Eröffnung

im Theater des Lachens in Frankfurt

„Trickster – fang mich, wenn du kannst“
„Trickster – fang mich, wenn du kannst“ | © Thilo Neubacher

Sie sehen lieblich aus oder gruselig, haben kleine Knubbelnasen oder große Zinken, sind mal unter sich, mal unter Menschen: Puppen. Wie im wahren Leben sind sie auch im Theater Fantasie-Gestalten, die ihren Spielern beinahe unerschöpfliche Möglichkeiten eröffnen.

Vom 19.-22. September zeigt das „Osthafen“-Festival erneut, dass Puppentheater weit mehr kann, als Kinder zu bespaßen. Dann dreht sich alles um mythologische Figuren, abenteuerliche und fantastische Reisen, Märchen-Klassiker, magische Schattenspiele, Luftakrobatik, Tanz, skurrile Poesie, Kabarett mit Puppen, Musik und Live-Projektionen.

„Trickster – fang mich, wenn du kannst“
„Trickster – fang mich, wenn du kannst“ | © Thilo Neubacher

Um morbide Unordnung im Universum geht es am Donnerstag (19.9.) im Eröffnungsstück „Trickster – fang mich, wenn du kannst“. Eine Performance über die Sehnsucht nach Verwandlung, stetige Verpuppung und die Lust an der Manipulation. Tricksterfiguren sind halbseidene Gestalten, Tiere, Halbgötter oder Geister, die durch Schwindel oder Gaunereien die göttliche Ordnung ins Wanken bringen. Gespielt wird mit Masken, verzerrten Gestalten, entkörperten und reorganisierten Gliedmaßen. Und Achtung: Das Publikum wird selbst zum Strippenzieher!

Am Freitag (20.09.) steht „Der kleine Häwelmann“ auf dem Programm. Der Märchen-Klassiker von Theodor Storm wird mit magischen Schattenbildern umgesetzt – mit zartem Humor, viel Poesie und einer großen Liebe zum Detail (10 Uhr).

Die Verschmelzung von Luftakrobatik, Puppenspiel, Physical Theatre und Tanz hat sich am Freitagabend die Kompanie Raum 305 mit ihrem Stück „Wir wollen nie nie nie“ auf die Fahnen geschrieben (19 Uhr). Danach überschreiten die Schauspieler von Trukitrek aus Spanien die Grenze des Surrealismus und präsentieren „Jukebox“, ein musikalisches Kabarett mit Puppen und einem Hauch Comic.

Wenn Licht und Schatten sich aufmachen, eine Welt aus Hell und Dunkel zu erschaffen, sind die Künstler vom Potsdamer T-Werk am Werk. Sie bringen am Samstag (21.9.) „Das kleine Licht bin ich“ auf die Bühne, ein Lichtspiel-Tanztheater voller Zauberei und schönem Schein (15 Uhr).

Osthafen VIII: Das kleine Licht bin ich
Osthafen VIII: Das kleine Licht bin ich | © Bernd Gurlt

Fragen nach der Verwundbarkeit, Identität und Immigration stellt am Samstag-Abend die deutsch-polnische Koproduktion „Dreams Die Hard“, die auf Tagebuchaufzeichungen aus den Jahren 1944/45 basiert (19 Uhr). Aus Tschechien kommt die Produktion „Kar“: Bei einem Leichenschmaus wird die Vergangenheit ebenso lebendig wie die Fantasie der Gäste, die nach und nach zu Charakteren aus der Geschichte von Anna Karenina werden (20.30 Uhr).

In „Stühlchen Himmelblau“ gehen am Sonntag (22.9.) zwei skurrile Theater-Clowns auf eine spielerisch-poetische Entdeckungsreise und erzählen über die Verwirrungen auf der Stolperstrecke zwischen Kindheit und Erwachsensein (10 Uhr). Das Festival endet mit „Hugs“ von Teatro Telaio aus Italien, einer phänomenalen Erkundung der Emotionen, ebenso amüsant wie berührend (15 Uhr). Daneben gibt es abendliche Festival-Partys, Workshops zum Puppenbau und Ausstellungen zu erleben.

Osthafen VIII
Osthafen VIII | © Theater des Lachens

Das komplette Programm: Theater des Lachens

Preise:
- Festivalpass (kompl. Programm): 50 €
- Do 19.9.(inkl. Musik & Buffet): 22 € / 18 €
- Fr 20.9. & Sa 21.9. (inkl./ohne Musik): 27 €/22 €, erm. 23 €/18 €
u.a. Preise

Veranstaltungsorte:
Theater des Lachens und Modernes Theater Oderland in Frankfurt sowie das SMOK in Slubice

Veranstaltungsort:
Theater des Lachens
Ziegelstraße 31
15230 Frankfurt (Oder)

Termin übernehmen