Cinéma privé – Der ganz private Lieblingsfilm von ...

Mark Waschke: "Der Spiegel" von Andrei Tarkowski (OmU)

im Filmmuseum Potsdam

Mark Waschke
Mark Waschke | © Joachim Gern

Wollten Sie schon immer mal mit einem Promi seinen ganz privaten Lieblingsfilm schauen? Und im intimen Ambiente mit ihm darüber plaudern? Dann kommen Sie doch am 1. Dezember ins Filmmuseum Potsdam. In der nächsten Folge der Reihe „Cinéma privé" präsentiert der Schauspieler Mark Waschke den Spielfilm „Der Spiegel“ von Andrei Tarkowski.

Der zu Sowjetzeiten geächtete Filmemacher (1932-1986) gilt als wichtigster russischer Regisseur nach Sergej Eisenstein. Ingmar Bergman sagte über ihn: „Tarkowski ist für mich der bedeutendste, weil er eine Sprache gefunden hat, die dem Wesen des Films entspricht: Das Leben als Traum.“ Die poetische, bisweilen rätselhafte Bildsprache Tarkowkis, seine surreale Ästhetik und die teilweise apokalyptischen Szenen waren ein Affront gegen den strikten Realismusbegriff des sowjetischen Kulturapparats.

Seine Spielfilme, zu denen unter anderem Iwans Kindheit (1962), Andrej Rubljow, Solaris (1972), Stalker (1979) und Nostalghia (1983) zählen, konnten oft nur gegen starken Widerstand der Behörden veröffentlicht werden. Nahezu jede Uraufführung führte zu Konflikten und Verboten. Obwohl im Ausland anerkannt und vielfach ausgezeichnet, blieb Tarkowski die offizielle Anerkennung in seiner Heimat zu Lebzeiten versagt.

„Der Spiegel“ (Serkalo) erzählt von einer Kindheit in den Jahren der Herrschaft Stalins. Auf verschiedenen Zeitebenen angesiedelt, verknüpft das autobiografisch geprägte Werk Elemente individueller Erinnerung und kollektiver Geschichte mit Traumbildern, Wünschen und Ängsten. Durch seine nicht lineare, achronologische Handlung widersetzt sich der Film einer herkömmlichen Nacherzählung und gilt als das schwierigste Werk Tarkowskis.

"Der Spiegel" von Andrei Tarkowski (Filmstill)
"Der Spiegel" von Andrei Tarkowski (Filmstill)

Mark Waschke, im Ruhrpott und im Saarland aufgewachsen, wusste schon im Alter von zehn Jahren, dass er Schauspieler werden wollte. Als er mit Anfang zwanzig in Berlin sein Studium an der Ernst Busch-Hochschule aufnimmt, befinden sich in seinem Jahrgang auch seine zukünftigen Kollegen Nina Hoss, Fritzi Haberlandt und Lars Eidinger. Von 1999 bis 2008 gehörte Mark Waschke zum Ensemble der Schaubühne Berlin, wo er aktuell in dem Stück „Love Hurts In Tinder Times“ zu erleben ist.

Seit 2015 ist er als Kriminalhauptkommissar Robert Karow neben Meret Becker Teil des Berliner „Tatort“-Teams. Für sein darstellerisches Können wurde Mark Waschke unter anderem mit dem Bayrischen Filmpreis, dem Franz Hofer-Preis und dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet. Vor der Vorführung spricht Mark Waschke mit radioeins Filmkritiker Knut Elstermann darüber, was ihn gerade so umtreibt und woran er aktuell arbeitet.

Karten und Infos:
Tel. 0331 - 27 181 12, ticket@filmmuseum-potsdam.de

Eintrittspreis: VVK & AK: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro
Veranstaltungsort:
Filmmuseum Potsdam
Marstall am Lustgarten
14467 Potsdam
Erreichbarkeit:

Bahn: Potsdam-Hauptbahnhof
Tram: Alter Markt,
PKW: A 10 Abfahrt Potsdam-Babelsberg, B 2 Richtung Potsdam, Busparkplätze vor dem Haus
Standort: Breite Straße Ecke Friedrich-Ebert-Straße

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