Cinéma privé – Der ganz private Lieblingsfilm von ...

Andreas Dresen: "Viridianal" von Luis Buñuels

im Filmmuseum Potsdam

Andreas Dresen (Foto © radioeins, Ralf Schuster)
Andreas Dresen (Foto © radioeins, Ralf Schuster) | © © radioeins, Ralf Schuster

 

Wollten Sie schon immer mal mit einem Promi seinen ganz privaten Lieblingsfilm schauen? Und im intimen Ambiente mit ihm darüber plaudern? Dann kommen Sie doch am 20. März ins Filmmuseum Potsdam. In der nächsten Folge der Reihe „Cinéma privé" präsentiert der Regisseur Andreas Dresen den Spielfilm „Viridiana“ von Luis Buñuel, eine symbolträchtige Abrechnung mit katholischen Moralvorstellungen.

Der Kurz bevor die Novizin Viridiana ihre abschließenden Weihen erhält, folgt sie der Einladung ihres Onkels Don Jaime, ihn auf dessen Gut zu besuchen. Don Jaime bemerkt die Ähnlichkeit Viridianas mit seiner verstorbenen Ehefrau und macht der Nichte einen Heiratsantrag. Viridiana weist ihn empört zurück und reist ab. Kurze Zeit später nimmt sich Don Jaime das Leben und hinterlässt der angehenden Nonne sein Erbe.

Sie beschließt, aus dem Gut ein Asyl für Notleidende zu machen. Doch die Armen und Elenden, die sie zu retten versucht, sorgen nur für Verwüstung und trachten ihr nach dem Leben. In Francos Spanien und im Vatikan rief der Film einen Skandal hervor, in Cannes hingegen gewann „Viridiana“ die Goldene Palme.

Viridiana von Luis Buñuel
Viridiana (Filmstill) | © Verleih

Bereits zu Schulzeiten entdeckte Dresen seine Liebe zum Film. Sein Durchbruch gelang ihm 1999 mit dem Kinofilm „Nachtgestalten“ (1999). In der Komödie suchen Reiche, Arme, Polizisten und Straßenkinder ihr Glück in Berlin. Dresens größter Kinohit, „Sommer vorm Balkon", erzählt die Geschichte von zwei Freundinnen aus dem Prenzlauer Berg und kam im Januar 2006 in die deutschen Kinos. Im Jahr 2011 erhält der in Gera geborene Filmregisseur bereits seinen zweiten Grimme-Preis für die rbb-Produktion „20x Brandenburg“ und im Jahr 2012 den deutschen Filmpreis für „Halt auf freier Strecke.

Dass Dresens Filme auch auf europäischer Ebene gut ankommen, beweisen viele internationale Nominierungen und Auszeichnungen, unter anderem der Europäische Filmpreis für „Wolke Neun“ (2008) oder der „Prix Un Certain Regard" bin den Internationalen Filmfestspielen in Cannes für „Halt auf freier Strecke“ (2011 ). Vor der Vorführung spricht Andreas Dresen mit radioeins Filmkritiker Knut Elstermann darüber, was ihn gerade so umtreibt und woran er aktuell arbeitet.

Karten und Infos:
Tel. 0331 - 27 181 12, ticket@filmmuseum-potsdam.de

Eintrittspreis: VVK & AK: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro
Veranstaltungsort:
Filmmuseum Potsdam
Marstall am Lustgarten
14467 Potsdam
Erreichbarkeit:

Bahn: Potsdam-Hauptbahnhof
Tram: Alter Markt,
PKW: A 10 Abfahrt Potsdam-Babelsberg, B 2 Richtung Potsdam, Busparkplätze vor dem Haus
Standort: Breite Straße Ecke Friedrich-Ebert-Straße

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