2 um 8 - Die politische Diskussion

radioeins- und Freitag-Salon

„Aufschwung Ost“ reloaded - wie kommt der Osten endlich auf die Beine?

Über Lebensverhältnisse in Ost und West, über Mittel und Wege für eine mögliche Trendwende - einen neuen „Aufschwung Ost“ - spricht Jakob Augstein mit Marcel Fratzscher im radioeins- und Freitag-Salon.

Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin
Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin | © DIW Berlin/Florian Schuh

Am 9. November feiert Deutschland 30 Jahre Mauerfall, doch die Deutsche Einheit scheint ferner denn je. Viele Ostdeutsche fühlen sich als Bürger zweiter Klasse, und die AfD feiert im Osten einen Wahlerfolg nach dem nächsten.

Für Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW), war die Wiedervereinigung wirtschaftlich gesehen ein Erfolg. Kaum zuvor habe eine Volkswirtschaft je eine so dramatische Veränderung erlebt und so erfolgreich gemeistert, wie die ostdeutsche in den Neunzigerjahren, so Fratzscher.

Aber seit einigen Jahren dreht sich der Aufholprozess um. Es mangelt an Investitionen, Modernisierungsmaßnahmen werden nicht konsequent weitergeführt, das Lohngefälle zwischen Ost- und Westdeutschland besteht fort, gefolgt von einem höheren Armutsrisiko im Osten - alles Faktoren für eine fortdauernde soziale und politische Polarisierung in Deutschland.

Fratzscher plädiert für eine zweite wirtschaftspolitische Phase nach der Wiedervereinigung, er sagt: „Es reicht nicht mehr, Ostdeutschland lediglich als verlängerte Werkbank westdeutscher Unternehmen zu betrachten. Eine solche Strategie ist zum Scheitern verurteilt.“

Über Lebensverhältnisse in Ost und West, über Mittel und Wege für eine mögliche Trendwende - einen neuen „Aufschwung Ost“ - spricht Jakob Augstein mit Marcel Fratzscher im radioeins- und Freitag-Salon.

Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin
DIW Berlin/Florian Schuh
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Am Montag, den 28. Oktober 2019, um 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin.

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Der radioeins und Freitag Salon ist ein politisches Diskussionsformat, das in der Regel im Maxim Gorki Theater Berlin stattfindet - ein Zwiegespräch zwischen "Freitag"-Verleger Jakob Augstein und seinem Gast. Zuletzt waren u.a. Simone Lange, Annalena Baerbock, Kevin Kühnert, Klaus Lederer, Michel Friedman, Oskar Lafontaine, Robert Misik, Jan Böhmermann, Gesine Schwan, Philipp Ruch, Gregor Gysi, Sandra Maischberger, Sahra Wagenknecht, Harald Welzer und Jean Ziegler zu Gast. Jenseits von Netz und Papier diskutiert Jakob Augstein mit den Gästen über Glück und Unglück der Gegenwart. Das Format existiert seit Oktober 2009 und findet seitdem in regelmäßigen Abständen statt.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Geschäftsführer der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“. Seit 2011 liefert er sich mit Nikolaus Blome, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

Eintrittspreis: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Veranstaltungsort:
Grüner Salon
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin - Mitte
Erreichbarkeit: U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz

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2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
dpa

Der radioeins- und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - ein Zwiegespräch zwischen Freitag-Verleger Jakob Augstein und ... [mehr]