Konzert

Orbital

auf „Monsters Exist“ Tour

Orbital
Orbital | © Kenny McCracken

Wenn in unserer dunklen Welt die Monster losgelassen werden, brauchen wir unsere eigenen Monster, um zurückzuschlagen. Sagen Orbital und kommen mächtig kraftvoll zurück in die Clubs und vor allem auf die Bühnen. Seitdem die Brüder Phil und Paul Hartnoll im vergangenen Jahr ihre Reunion gefeiert haben, sind die britischen Giganten der elektronischen Musik auf einem Kreuzzug mit neuen Songs und einem Upgrade ihrer letztjährigen, fantastischen, legendären Show, mit der sie weltweit auf allen wichtigen Festivals für Staunen und Ekstase gesorgt haben.

Seit den 90ern waren Orbital eine Instanz in der britischen elektronischen Musik mit ihrer Verbindung von Techno, punkiger Haltung und politscher Einmischung, bis sie 2014 die Auflösung bekanntgaben. Aber die war bekanntlich zum Glück nicht von langer Dauer. Im Mai erschien die erste Single „Tiny Foldable Cities“, im Oktober folgt mit „Monsters Exist“ das zugehörige Album, ziemlich klassisch strukturiert und politisch ein Schritt zurück in die Zeiten, als Paul und Phil aus ihren Wurzeln in der Hausbesetzer-Punk-Szene entwuchsen und sie erste elektronische Experimente wagten.

Hier verbinden sich zwei unterschiedliche Strömungen: Einerseits ist der Sound wirklich aggressiver Crass-Style, während gleichzeitig auf klassische Raves und ihre Bedeutung als wirklich unabhängige Gegenbewegung Bezug genommen wird. „Wir müssen gar nicht groß erklären, wer die Monster sind, die kennt jeder zur Genüge“, sagt Paul, und Phil ergänzt: „Das können alle sein, Trump, Kim, die Banker oder die eigenen Dämonen und Ängste. Es sind die Monster in dir.“ Aber die Rettung naht in Form eines kolossalen Auftritts: Orbital verknüpfen ihre technoiden Elemente mit einer optisch überbordenden Light-Show, rasend schnell geschnittenen Filmschnipseln, kaleidoskopischen Elementen, O-Ton-Collagen und natürlich dieser Tanzmusik, die alle zum Ausflippen bringt. Orbital sind die Monsters of Rave, die mit Macht und Musik das Böse in die Schranken weisen. (Trinity Music)

Eintrittspreis: 30 €
Veranstaltungsort:
Festsaal Kreuzberg
Am Flutgraben 2
12435 Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg
Erreichbarkeit:

S-Bahnhof Treptower Park

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