Konzert

Lou Doillon

Lou Doillon
Lou Doillon | © Craig McDean

Stil-Ikone, Schauspielerin, Model, Künstlerin und seit Anfang des Jahrzehnts auch erfolgreiche Musikerin: Lou Doillon, die Tochter von Jaques Doillon und Jane Birkin, hat im Februar ihr drittes Studioalbum herausgebracht, das nicht ohne Grund „Soliloquy“ (Selbstgespräch) heißt.

Diesmal hat Lou Doillon sehr viel intensiver an der Produktion gearbeitet, mit vier verschiedenen Producern, darunter Cat Power. Diese Herangehensweise – unterschiedliche Partner, unterschiedliche Studios, unterschiedliche Energien – sei viel inspirierender gewesen als die Arbeit mit einem einzigen Produzenten, so die Künstlerin.

Mit Benjamin Lebeau (The Shoes) und Dan Levy (The Dø) wählte sie zwei weitere Produzenten, deren Herangehensweise unterschiedlicher nicht sein könnte. Im wahrsten Sinne des Wortes wie Tag und Nacht: Ersterer arbeitet spätnachts in einem Lagerhaus, in dem es nur das Nötigste gibt, der andere lieber tagsüber – auf dem Land.

Die 36-jährige Französin nutzte diese Situation, um unterschiedliche Genres und Referenzen ins Spiel zu bringen: Trip-Hop, Reggae, Soul seien von Anfang die Eckpfeiler ihrer Aufnahmen gewesen: „Ich bin halt ein Kind der Achtziger, sozialisiert in den Neunzigern: Mit Massive Attack, Les Rita Mitsuko. Aber auch mit The Slits. Und dann haben wir eine Weile in der Karibik gelebt, wo ich nur Reggae gehört habe. Ich wollte zu diesen Wurzeln zurück. Und natürlich liebe ich immer noch Künstler wie Leonard Cohen, Van Morrison und Nick Drake.“

Inhaltlich geht es einerseits um ganz alltägliche Themen wie zum Beispiel einen Flirt, aber Doillon reagiert auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Die Französin, die zuletzt auch als bildende Künstlerin erfolgreich war, konzentriert sich nun zum dritten Mal auf jene Kunstform, in der „man sich am wenigsten verstecken kann“, wie sie sagt.

Im Sommer kommt sie damit wieder live nach Berlin.

Veranstaltungsort:
Gretchen
Obentrautstraße 19-21
10963 Berlin - Kreuzberg

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