Festival

CTM FESTIVAL 2019 – PERSISTENCE

20 Jahre Innovatotion

CTM 2019 Persistence
CTM 2019 Persistence | © CTM

Seit 1999 versteht sich das Festival, als stets nur vorläufiges Forum für den Austausch und die Vernetzung unterschiedlicher kreativer Communities. Zugleich stellt CTM einen weit geöffneten Möglichkeitsraum, in dem Menschen jeglicher Hintergründe oder Interessen kulturelle Zwischenräume finden und austesten können. Damit steht das Festival entschlossen zwischen allen Stühlen.

Die beständige und ausdauernde Suche, das ergebnisoffene Experiment, Neugierde gegenüber Neuem und Unbekanntem, radikales Pluralisieren und die Verweigerung Komplexes ungebührend zu vereinfachen ohne dabei Erleben, Erfahrung und Freude an der Auseinandersetzung zu vernachlässigen – das alles macht CTM aus. Die 20. Ausgabe des Festivals ist daher weniger ein Grund zur Nabelschau, als vielmehr neuer Ansporn im Sinne dieser Haltung weiterzumachen. Trotzdem ist es natürlich keine Kleinigkeit, ein unabhängiges Festival über so einen langen Zeitraum zu erhalten und zu entwickeln. Das Festival hat sich daher unter dem Titel Persistence vorgenommen, gemeinsam mit neuen und vertrauten Künstler*innen und Partnern die ästhetischen und gesellschaftlichen Potentiale und Zumutungen von Beharrlichkeit und Flüchtigkeit, des Stetigen und des Vorläufigen zu befragen.

Angesichts des polarisierenden politischen Klimas, liefert der Titel Persistence nicht nur ein passendes Sinnbild für 20 Jahre CTM Festival, sondern stellt zugleich die Frage danach, wofür es sich heute überhaupt noch lohnen könnte, beharrlich zu sein – und in welcher Form.

Neben den Konzerten und Clubnächten, die starke, unmittelbare Erfahrungen liefern, bietet das Festivaltagesprogramm ein Forum für kritische Reflektion. Vorträge, Diskussionsrunden und Künstlergespräche geben zusammen mit der Festivalausstellung, Workshops und zahlreichen Networking Aktivitäten vielfältige Impulse für Austausch und gemeinsames Lernen.

Ab sofort sind eine begrenzte Anzahl an Early-Bird-Festivalpässen über den Ticketshop auf der CTM-Webseite im Verkauf.

www.ctm-festival.de

Das musikalische Programm der CTM-Jubiläumsausgabe mit neu bestätigten Highlights

Die brasilianischen Künstler*in Linn da Quebrada thematisiert in einer großen Bühnenperformance mit 10 Musiker*innen und Performer*innen strukturelle Gewalt. Der Breakcore-Pionier Venetian Snares und die Noise-Rock-Ikonen Lightning Bolt stehen wie wenige andere für eine Mischung aus beharrlicher Eigenwilligkeit und klanglicher Radikalität.

Der Eröffnungsclubnacht bestreitet CTM in Kooperation mit dem Club Bassiani aus Tiflis, der in Auseinandersetzungen mit dem georgischen Staat, weit über die Region hinaus Menschen die gesellschaftspolitischen Dimensionen von Clubkultur neu vor Augen geführt hat. Für eine gemeinsame Nacht mit dem Berliner Kollektiv Through My Speakers bringt CTM mit Slikback, Sho Madjozi, Phatstoki und Gafacci einige der interessantesten neuen Vertreter*innen von Afrikas Rap- und Clubszene in die Stadt.

Und das ist längst nicht alles: In der Halle am Berghain präsentiert der Berliner Künstler Nik Nowak seinen neuen Soundpanzer „The Mantis“, mit dem er angesichts von 30 Jahren Mauerfall den Berliner „Lautsprecherkrieg“ der 1960er Jahre ins Gedächtnis ruft. Zusammen mit Kode9, dem Kopf des Labels Hyperdub, wird Nowak seine Installation mit mehreren Performances bespielen.

Erstmals bespielt das Festival die Räume der nGbK – der neuen Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin – und feiert mit der Zusammenarbeit mit dem einflussreichen Label Raster-Media eine Partnerschaft, die fast so alt ist wie das Festival selbst. Die Ausstellung Raster.Labor setzt einen konzeptuellen Rahmen für Klangarbeiten von Byetone + Mieko Suzuki, Dasha Rush, Frank Bretschneider, Grischa Lichtenberger und Robert Lippok.

Veranstaltungsort:


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