Ausstellung

Der leere Raum

von Susanne Schirdewahn

Susanne Schirdewahn
© Susanne Schirdewahn

Die Welt als Bühne begreifen. Dieser Ansatz ist seit jeher prägend für die Arbeiten von Susanne Schirdewahn. Als „Schaugeburt“, also in Anwesenheit von diversen Medizinstudenten geboren, hatte sie schon früh eine Affinität zur Darstellung, die in langen Jahren am Theater (Burgtheater Wien/Berliner Ensemble) und einem Studium der Theaterregie („Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“) mündete. In diesem Zusammenhang fasziniert sie die Wirkung von Räumen auf Menschen, von äußeren Umständen auf ihre eigene Wahrnehmung. Wie sind wir geprägt? Und wie verwandeln wir diese starken Einflüsse in Geschichten?

„Ich kann jeden leeren Raum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum, während ihm ein anderer zusieht; das ist alles, was zur Theaterhandlung notwendig ist." (Peter Brook, Regisseur, aus: „Der leere Raum“)

Wie steht es um unser Bedürfnis, Räume- auch innere- zu schaffen, in denen unsere Geschichten zum Leben erweckt werden? Und ist nicht auch eine Kirche wie die Zionskirche ein Ort der Lebendigkeit, der einen Austausch zwischen unseren Wünschen und ihrer Verwirklichung schafft?

Die Einzelausstellung „Der leere Raum“ kombiniert verschiedene Werkgruppen (Malerei, Zeichnung, Objekte), die jeweils die Funktion eines Darstellers übernehmen. In ihrer Kombination streben sie einer gemeinsamen Geschichte zu, die vom Drang erzählt, die Leere zu füllen. Eigentlich sollte sie am Ostersonntag eröffnen, in der Zwischenzeit jedoch ist eine neue Werkgruppe hinzugekommen, die sinnbildlich „Nach den Paradiesen“ heißt. Eine Bühne kann das Unsichtbare sichtbar machen. Mehr noch: sie macht das Leben erfahrbar.

als wir eines frühen morgens
© Susanne Schirdewahn

Die Vorgaben für die Hygiene- und Abstandregeln werden beachtet. Die Abstände sind in der Kirche entsprechend ausgewiesen. Es liegen durch die permanente Öffnung des Gebäudes hinreichende Erfahrungen vor. Besucher und Besucherinnen müssen sich am Eingang registrieren. Bis zu 100 Personen können gleichzeitig die Ausstellung betrachten.

 

Dauer der Ausstellung:

vom 05. Juli bis 02. August

Montag bis Samstag 13.00 bis 18.00 Uhr

Sonntag 12.00 bis 17.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Zionskirche
Zionskirchplatz
10119 Berlin

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