Drama/Musik

Vox Lux

Natalie Portman in "Vox Lux" © Neon
Natalie Portman in "Vox Lux" | © Neon

Das Leben der überaus erfolgreichen Sängerin Celeste (Natalie Portman in einer ihrer bisher besten Rollen) scheint schicksalhaft von schrecklichen Ereignissen geprägt zu sein, ihre Biografie, die der außergewöhnliche Film eindringlich erzählt, ist das Spiegelbild unserer gewalterfüllten Zeit. Als Schülerin überlebt sie nur knapp einen Amoklauf. Ein ergreifendes Lied, das sie darüber schreibt, macht sie zum Superstar.

In strenger Akt-Einteilung schildert der zweite Film des Schauspielers und Regisseurs Brady Corbet wie Celeste auch für sich selbst hinter der Ikone verschwindet, die sie bald geworden ist, wie Alkohol und Drogen sie zerstören, während sich die Tragödie ihrer Anfänge zu wiederholen scheint.

„Vox Lux“ ist in seiner düsteren Ästhetik, seiner genauen Beobachtung traumatischer Erfahrungen nicht einfach ein weiterer Film über das ausbeuterische Showgeschäft, sondern eine beklemmende Studie der umfassenden Verunsicherung, die uns längst alle erfasst hat.

Rezensent: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Brady Corbet
Darsteller: Natalie Portman, Jude Law, Stacy Martin
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: USA