Drama

Paris Calligrammes

Ulrike Ottinger in Paris Calligrammes
Ulrike Ottinger in Paris Calligrammes | © Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger hat gerade die Berlinale-Kamera erhalten, eine hochverdiente Auszeichnung für diese deutsche Regisseurin, die seit vielen Jahren experimentierfreudig und unerschrocken Genregrenzen sprengt und dabei ein eindrucksvolles, vielschichtiges Werk geschaffen hat.

Ebenfalls auf der Berlinale hatte ihr neuester Film Premiere, eine sehr persönliche Arbeit über ihre zweite Heimat Paris. Sie berichtet darin von den Erfahrungen als junge deutsche Künstlerin in den 60er Jahren, ihre Begegnungen mit legendären Kollegen, mit Emigranten aus Deutschland.

Diese assoziative, anregende, kluge Liebeserklärung ist aus heutiger Sicht durchaus kritisch: Die Gewaltexzesse der Protestbewegungen, die Gentrifizierung der Stadt werden erwähnt, aber vor allem erscheint Paris als eine Schule des Lebens, als Zugang zu einer neuen, offenen Welt.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Ulrike Ottinger
Erscheinungsjahr: 2020
Herkunftsland: Deutschland, Frankreich