Drama

Marvin

Originaltitel: Marvin ou la belle éducation

Marvin (Bild: Finnegan Oldfield) © Carole Bethuel
Marvin (Bild: Finnegan Oldfield) | © Carole Bethuel

Marvin wächst in der französischen Provinz auf, unter mehr als prekären Verhältnissen. In der Schule wird der empfindsame Junge als „Schwuchtel“ verhöhnt und misshandelt. Nur in der Welt der Kunst, der Literatur findet er Trost und bei den wenigen verständnisvollen Erwachsenen, wie der Lehrerin Clement, die sein Talent erkennt und fördert.

Regisseurin Anne Fontaine ließ sich für ihren Film vom Leben des jungen, auch in Deutschland vielgelesenen Autors Édouard Louis inspirieren. Sie wechselt beständig die Perspektive: Sie schaltet vom heutigen Bohème-Leben des schwulen, jungen Mannes (sehr einfühlsam gespielt von Finnegan Oldfield) zurück in die Kindheit. So stellt sie den gedemütigten kleinen Junge neben den Erwachsenen, der in Paris seine Biografie auf die Bühne bringt – die berührende Geschichte einer mutigen Selbstbefreiung.


Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Anne Fontaine
Darsteller: Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Catherine Mouchet
Erscheinungsjahr: 2018
Herkunftsland: Frankreich