Drama

Kursk

Matthias Schoenaerts in Kursk
Matthias Schoenaerts in Kursk | © Wild Bunch

Im August 2000 verunglückte das russisches Atom-U-Boot „Kursk“ in der Barenthsee. Neun Tage kämpften die Überlebenden in dem Wrack verzweifelt. Internationale Hilfsangebote wurden abgewiesen, die russische Armeeführung wollte militärische Geheimnisse, aber auch das Gesicht waren. Der Kalte Krieg wirkte in dieser Tragödie auf schreckliche Weise fort.

Regisseur Thomas Vinterberg („Das Fest“) verbindet in seinem Film geschickt mehrere Ebenen: Wir sehen die im zerstörten U-Boot Eingeschlossenen zwischen Hoffnung und Resignation, angeführt vom charismatischen Offizier Michail (Matthias Schoenhaerts), die wachsende Wut und Trauer der Frauen an Land, die zähen Verhandlungen mit den russischen Befehlshabern, die wertvolle Zeit kosten.

In „Kursk“ spielen berühmte Darsteller auch in kleinen Rollen, darunter Colin Firth, Matthias Schweighöfer und August Diehl. Der große Max von Sydow verkörpert als russischer General eindrucksvoll ein verknöchertes System, dessen Verbohrtheit die Männer an Bord das Leben kostete. Sie hinterließen 71 Kinder, woran dieser packende Film erinnert.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Thomas Vinterberg
Darsteller: Matthias Schoenaerts, Léa Seydoux, Colin Firth
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: Belgien, Frankreich, Norwegen