Komödie

Jojo Rabitt

Roman Griffin Davis, Taika Waititi und Scarlett Johansson in Jojo Rabbit
Roman Griffin Davis, Taika Waititi und Scarlett Johansson in Jojo Rabbit | © Twentieth Century Fox

Der kleine Junge Jojo (hinreißender Kinderdarsteller: Roman Griffin Davis) wächst in der Nazi-Zeit bei seiner Mutter auf, die von Scarlett Johansson mit viele Charme und Wärme gespielt wird. Er ist ein glühender Anhänger des Regimes und wenn doch Zweifel aufkommen, erscheint ein imaginierter Hitler (vom Regisseur Taika Waititi selbst gespielt) als guter Freund bei ihm im Kinderzimmer, um ihn bei der Nazi-Stange zu halten.

Doch irgendwann beginnt Jojo zu ahnen, dass etwas an seinem einfachen Weltbild nicht stimmt, dass Juden keine Hörner haben und vielleicht ganz andere Leute in der kleinen Stadt die wahren Monster sind.

Taika Waititis Komödie ist für jüngere Zuschauer möglicherweise ein ganz guter, weil nicht schockierender Einstieg in die Geschichte. Sie bleibt aber leider auch unter den satirischen Möglichkeiten für Schärfe und Zuspitzung, die der Stoff durchaus hergegeben hätte, trotz seiner wunderbaren Darsteller und vieler schöner, komischer, absurder Einfälle. Aber sie ist letztlich auch der Triumph einer gewissen Drolligkeit ohne Abgründe fast aller Figuren, eines Lachens, das nicht wirklich im Halse steckenbleibt.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Taika Waititi
Darsteller: Roman Griffin Davis, Thomasin McKenzie, Scarlett Johansson
Erscheinungsjahr: 2020
Herkunftsland: USA