Romanze

Gut gegen Nordwind

Nora Tschirner in Gut gegen Nordwind
Nora Tschirner in Gut gegen Nordwind | © Sony Pictures/Tom Trambow

Dem Österreicher Daniel Glattauer gelang mit „Gut gegen Nordwind“ ein internationaler Bestseller. Er belebte darin das alte Genre des Briefromans neu, Handlung und Figuren entwickeln sich ausschließlich aus den E-Mail-Botschaften, die die Helden austauschen.

Regisseurin Vanessa Jopp ist das Wagnis eingegangen, diesen im Grunde unverfilmbaren Roman auf die Leinwand zu bringen. Nach einem sorgfältigen Drehbuch von Jane Ainscough erzählt sie von einem Mann und einer Frau, die versehentlich in Mailkontakt geraten und dadurch ihre große Liebe finden.

Nora Tschirner und Alexander Fehling machen auf erstaunliche Weise glaubhaft, dass ein begehrenswertes Bild des anderen aus der Sprache heraus entstehen kann, einzig und allein aus einer Projektion der Sehnsucht. Ein romantischer, sehr gut gespielter Film, der auf große Gefühle setzt, auch wenn sie hier nicht aus der unmittelbaren Begegnung erwachsen – vielleicht sind sie gerade deshalb umso größer und überwältigender. 

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Vanessa Jopp
Darsteller: Nora Tschirner, Alexander Fehling, Ulrich Thomsen
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: Deutschland