Dokumentarfilm

Gunda

Auf der Berlinale des vergangenen Jahres lief dieser Dokumentarfilm des russischen Regisseurs Victor Kossakowsky in der neuen Wettbewerbsreihe "Encounters", ein erschütterndes Werk, mit dem sich für manche Zuschauer das Leben verändern könnte.

Gunda © Egil Håskjold/Sant & Usant
Egil Håskjold/Sant & Usant

Wir beobachten in diesem hervorragend in schwarz-weiß gedrehten Film Nutztiere, Kühe, ein einbeiniges Huhn, vor allem aber die Sau "Gunda", die auf einem schönen Bauernhof lebt und mit ihrer Ausdruckskraft wirklich Starqualitäten hat. Gunda und ihre Ferkel entwickeln ganz einständige Persönlichkeiten und eine fröhliche Gemeinschaft - bis zum bitteren Ende. Menschen kommen in diesem kommentarlosen Film nicht vor, der drängend und bewegend unseren ausbeuterischen Umgang mit den Tieren, mit der Natur überhaupt in Frage stellt.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Victor Kossakowsky
Erscheinungsjahr: 2021
Herkunftsland: Norwegen, USA