Märchenfilm

Gritta von Rattenzuhausbeiuns

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Dieses Märchen stammt von Bettina und Gisela von Arnim. Die DEFA hat es 1985 verfilmt, in den fantastischen Dekorationen des Chefszenenbildners Alfred Hirschmeier, dessen verspieltes Schloss ein Meisterstück ist.

Gritta von Rattenzuhausbeiuns (DVD-Cover)
Gritta von Rattenzuhausbeiuns (DVD-Cover) | © DEFA/VZ-Handelsgesellschaft

Dort lebt die selbstbewusste Gritta, eine Pippi Langstrumpf der Romantik, mit ihrem etwas skurrilen Vater, der ständig an Erfindungen bastelt – zum Beispiel an einer Thronrettungsmaschine, die sich als sehr notwendig erweisen wird. Gespielt wird er herrlich eigensinnig von Hermann Beyer, die naturliebende, herumtollende und unerschrockene Gritta wurde von der herzerfrischenden Nadja Klier gespielt, übrigens die Tochter der Bürgerrechtlerin Freya Klier und heute eine bekannte Fotografin und Autorin.

Jürgen Brauers Film lebt von seiner liebenswerten Fabulierlust, seinem Einfallsreichtum und vom subversiven Witz dieser Außenseiter am Rande der höfischen Gesellschaft. "Wir lesen keine Zeitungen*, sagt Gritta einmal, "wir hören lieber, was die Spatzen vom Dach pfeifen." Das verstand jeder DDR-Bürger nur zu gut.

Kritiker: Knut Elstermann
Regie: Jürgen Brauer
Darsteller: Nadja Klier, Hermann Beyer, Fred Delmare
Erscheinungsjahr: 1985
Herkunftsland: DDR