Drama

Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille

Ein Kind wird geboren und erhält den hoffnungsfrohen Namen Gloria, doch schon bald wird uns klar, dass nichts in dieser mittellosen Familie in Marseille großartig ist. Es fehlt an allen Ecken und Enden am Geld, die Lage wird immer aussichtsloser.

Anaïs Demoustier in "Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille" © Ex Nihilo
Anaïs Demoustier in "Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille" | © Ex Nihilo

Regisseur Robert Guédiguian, einer der großen französischen Sozialrealisten, erkundet feinfühlig die unterschiedlichen Folgen der Armut für jedes Familienmitglied. Er arbeitet, wie so oft, mit seiner Ehefrau zusammen - mit der wunderbaren Schauspielerin Ariane Ascaride als Mutter und Großmutter.

Sie ist das Zentrum dieser Unglücksfamilie, versucht mit menschlicher Größe allen zu helfen, alles zu richten, ihr Beharren auf Mitgefühl ist ein aktiver Widerstand gegen das neoliberale System. Schon 2019 wurde sie dafür in Venedig als beste Darstellerin geehrt, nun endlich kommt dieser schöne Film, der warmherzig von kleinen Leuten in sozialer Kälte spricht, zu uns in die Kinos.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Robert Guédiguian
Darsteller: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan
Erscheinungsjahr: 2021
Herkunftsland: Frankreich, Italien
Filmstart: Do 13.01.2022