Drama

Ema

Der chilenische Erfolgsregisseur Pablo Larraín ("El Club") erzählt hier zum ersten Mal keine historische oder tabubrechende Geschichte, er zeichnet das packende, rauschhafte Bild einer jungen Generation in verschiedenen Handlungssträngen, die man sich selbst zusammensetzen muss. Der Film basiert eher auf Stimmungsbildern und Momentaufnahmen.

Mariana Di Girolamo als Ema und Gael Garcia Bernal als Gaston in einer Szene des Films "Ema" (undatierte Filmszene) © Koch Films
Mariana Di Girolamo als Ema und Gael Garcia Bernal als Gaston in einer Szene des Films "Ema" (undatierte Filmszene) | © Koch Films

Im Mittelpunkt steht ein Paar, gespielt von Gael García Bernal und der hinreißenden Mariana di Girolamo, das ist die titelgebende Tänzerin Ema. Sie hatten einen achtjährige Jungen adoptiert, das so gern und gefährlich mit Feuer spielt, dass sie es zurückgegeben haben, mit verzweifelten Schuldgefühlen. Emas Wut und ihre Lebenslust drückt sie in ihren wilden Tänzen aus.

Symbolische Bilder von lodernden Flammen stehen für eine Generation, die brennt nach Leben. Ein wuchtiger, irritierender Film, dessen metaphorische Bilder und gewaltiger Sound den Zuschauer völlig in Besitz nehmen, aufgeladen mit einer großen erotischen Kraft.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Pablo Larrain
Darsteller: Gael Garcia Bernal, Mariana Di Girolamo, Santiago Cabrera
Erscheinungsjahr: 2020
Herkunftsland: Chile