Biografie

Ein verborgenes Leben

Originaltitel: A Hidden Life

August Diehl in Ein verborgenes Leben
August Diehl in Ein verborgenes Leben | © UGC Distribution

Franz Jägerstätter (gespielt von August Diehl), ein Bauer aus dem österreichischen Radegund, lebte mit Frau (Valerie Pachner) und Töchtern ein ruhiges Leben im Einklang mit der Natur, mit sich und seinem Glauben.

In großartigen Weitwinkel-Aufnahmen erfasst die Kamera von Jörg Widmer die Landschaft als ein wunderschönes Panorama, vor dem sich die Tragödie unerbittlich abspielt. Als die Nazis Jägerstätter zum Wehrdienst einziehen wollen, verweigert er den Kriegsdienst, wird inhaftiert, gefoltert, zum Tode verurteilt.

Der lange Film des amerikanischen Regisseurs Terence Malick hat kaum äußere Handlung, sondern einen starken, inneren Konflikt, dem August Diehl mit seinem feinfühligen Spiel starken Ausdruck gibt. Jägerstätter, inzwischen selig gesprochen, führte einen einsamen Kampf, verlassen von seiner Kirche, heftig angefeindet von der Dorfgemeinschaft – das zeigt der Film sehr genau und differenziert.

Terence Mailick, dessen letzte Produktionen kaum noch verständlich, zum Teil esoterisch versponnen waren, kehrt mit dem bewegenden, sehr zugänglichen Werk zum erzählerischen Kino zurück. Er setzt diesem stillen, unbeugsamen Helden ein sehr menschliches Denkmal und ehrt damit auch all jene, die heute ihrem Gewissen folgen.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Terrence Malick
Darsteller: August Diehl, Valerie Pachner, Maria Simon
Erscheinungsjahr: 2020
Herkunftsland: Deutschland, USA