Drama, Historienfilm

Edison – Ein Leben voller Licht

Eine Szene aus dem Film "Edison - Ein Leben voller Licht"
Eine Szene aus dem Film "Edison - Ein Leben voller Licht" | © Leonine / dpa

Im Original heißt der Film von Alfonso Gomez-Rejon „The Current War“, also „Der Stromkrieg“, was es besser trifft, denn hier geht es nicht nur um den großen, recht egomanen Erfinder Thomas Edinson, der von seiner Genialität fest überzeugt war, sondern um eine jahrelange, erbitterte Auseinandersetzung mit dem Rivalen George Westinghouse. Beide haben technisch andere Ansätze, kämpfen um die Vorherrschaft als frühe Stromversorger und sind auch noch menschlich sehr verschieden.

Der Film, in den Harvey Weinstein noch kräftig hinein dirigiert haben soll, vermag es leider nicht, Spannung um dieses Duell aufzubauen, die parallelen Geschichten der beiden Männer wirken unverbunden, finden keinen Bezug zueinander. Letztlich reicht es nur für Schwachstrom ohne Leidenschaft, obwohl der gehetzt wirkende Film sich schön ansieht in seiner genussvoll-nostalgischen Ästhetik, einige gute erzählerische Details zu bieten hat (der Strom-Konflikt insgesamt dürfte für die meisten neu und der Film somit zumindest informativ sein) und die Schauspieler Benedict Cumberbatch (Edison) und Michael Shannon (Westinghouse) sind in einem eher schwachen Film dennoch starke Darsteller.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Alfonso Gomez-Rejon
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Michael Shannon, Tom Holland
Erscheinungsjahr: 2020
Herkunftsland: USA