Tanzfilm - Dancing Pina

Dancing Pina
Dancing Pina | © Mindjazz Pictures
Bewertung:

Der Film über die revolutionäre Tänzerin und Choreografin Pina Bausch, die in Alice Schwarzers Heimatstadt Wuppertal wirkte und das Tanztheater tiefgreifend beeinflusst hat, ist kein Porträt im eigentlichen Sinne. Regisseur Florian Heinzen-Ziob ("Klasse Deutsch") geht es vielmehr um das Weiterleben der 2009 gestorbenen großen Künstlerin, um den Umgang mit ihrem Werk. Dafür begleitet er Tänzerinnen und Tänzer ihrer berühmten Company bei heutigen Arbeiten.

Heinzen-Ziob war im Senegal, wo die legendäre Inszenierung "Le Sacre du Printemps" geprobt wird und in Dresden an der Semperoper. Dort soll Bauschs "Iphigenie auf Taurus" auf die Bühne gebracht werden. Seine genauen Beobachtungen der kreativen und kulturellen Konflikte, der intensiven künstlerischen Auseinandersetzungen geben dem eindrucksvollen Film einen erfrischenden, gar nicht weihevollen Werkstatt-Charakter. So entsteht über die Arbeit ein Bild der Pina Bausch, die durch ihr Erbe in diesem Film anwesend ist.