Drama

Cry Macho

Trotz seines hohen Alters dreht Clint Eastwood unbekümmert Film um Film, in diesem, seinem neuesten Regie-Werk spielt der 91jährige auch die Hauptrolle des ehemaligen Rodeo-Stars Miko. „Cry Macho“ nach einem Drehbuch von Nick Schenk, das schon 1975 entstand, erzählt von einer Art Kidnapping. Miko soll im Auftrag seines Ex-Chefs (Country-Legende Dwight David Yoakam) dessen Sohn von der alkoholkranken Mutter aus Mexiko zurückholen.

Cry Macho
Cry Macho | © Warner Bros.

Bei der Rückfahrt in die USA entsteht zwischen beiden, dem sehr jungen, misshandelten Mann und dem rüstigen Greis, eine tiefe Zuneigung, eine Schicksalsgemeinschaft auf Zeit.

Man merkt dem Film das Alter seines sich sehr vorsichtig bewegenden Schöpfers schon an, alles ist sehr langsam, machmal geradezu behäbig inszeniert. Aber diese Entschleunigung gibt dem liebenswerten Film auch seinen Reiz, denn sie schafft Raum für grundehrliche Gespräche zwischen den beiden über Männlichkeit, über Vorbilder, über Lüge und Wahrheit, über die ersten und die letzten großen Dinge im Leben.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Clint Eastwood, Dwight Yoakam, Fernanda Urrejola
Erscheinungsjahr: 2021
Herkunftsland: USA