Drama/Historie/Romanze

Benedetta

„Benedetta“ vom Regie-Provokateur Paul Verhoeven („Elle“) lief in diesem Jahr im Wettbewerb von Cannes und erregte dort erwartungsgemäß die Gemüter.

Virginie Efira und Daphne Patakia in "Benedetta" © Guy Ferrandis
Virginie Efira und Daphne Patakia in "Benedetta" | © Guy Ferrandis

Der Film erzählt das Leben der lesbischen, italienischen Nonne Benedetta im 17. Jahrhundert, gespielt von Virginie Efira. Die wundertätige Frau setzt sich mit Raffinesse, Klugheit und zügelloser Sinnlichkeit gegen die klerikale Übermacht durch und führt ein gefahrvolles, aber selbstbestimmtes, von Erotik erfülltes Leben.

Verhoevens sehr unterhaltsamer Film mischt in der für ihn so typischen, völlig unbekümmerten Weise heftige Sexszenen, Gewaltfantasien, Trash und tiefere Bedeutung. Er legt die kirchlichen Machtstrukturen offen und verhöhnt die Bigotterie der Geistlichen genauso unverblümt wie er die lustvolle Nonne in ihrer Lebensfreude und Verschlagenheit feiert.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Paul Verhoeven
Darsteller: Virginie Efira, Charlotte Rampling, Daphne Patakia
Erscheinungsjahr: 2021
Herkunftsland: Frankreich, Niederlande