Drama

Beale Street

Originaltitel: If Beale Street Could Talk

KiKi Layne und Stephan James in Beale Street
KiKi Layne und Stephan James in Beale Street | © Tatum Mangus Annapurna Pictures DCM

Die Werke des großen afroamerikanischen Autors James Baldwin werden, über 30 Jahre nach seinem Tod auch in Deutschland gerade wiederentdeckt. Nach der großartigen Doku über sein Leben „I am not your negro“ kommt jetzt die sehenswerte Verfilmung seines Romans „Beale Street Blues“ in die Kinos.

Regisseur Berry Jenkins (Oscar für „Moonlight“) zeigt darin seine wunderbare Sensibilität. Er erzählt die Liebesgeschichte von Fonny und Tish (sehr anrührend: Stephan James und Kiki Lane), die in den 70er Jahren in New York unter rassistischer Verfolgung leiden. Vor allem Tishs Mutter (sehr verdienter Oscar für Regina King) kämpft unerschrocken wie eine Löwin um Gerechtigkeit und das Glück der jungen Leute.

Absurderweise war der eindringliche Film nicht für einen Oscar nominiert – der eigentliche Skandal der diesjährigen Verleihung. Die auf Tatsachen beruhende, sehr gut gespielte und visuell einfallsreich erzählte Geschichte bleibt dem Roman sehr treu und feiert nicht nur eine große Liebe, sondern auch die Kraft und den Zusammenhalt einer starken Familie. 

Kritiker: Knut Elstermann

großartig

Regie: Barry Jenkins
Darsteller: KiKi Layne, Stephan James, Regina King
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: USA