Dokumentation

Unsere große kleine Farm

Originaltitel: The Biggest Little Farm

Unsere große kleine Farm
Unsere große kleine Farm | © Prokino Filmverleih

Alles begann mit einem adoptierten Hund, der sich in der Stadt nicht wohl fühlte und nicht mehr aufhörte zu bellen. Vor allem für ihn fassten der Kameramann und Regisseur John Chester, mehrfacher Emmy-Gewinner, und seine Frau Molly, den wahnwitzigen Plan, eine verwilderte Farm in Kalifornien, etwa 80 Hektar Land, zu übernehmen, obwohl sie völlig unerfahren waren. Der Hund fühlte sich sofort wohl, doch für die beiden begann ein jahrelanger Kampf für eine biologische, vielfältige, sanfte Landwirtschaft.

Allein über 10.000 Bäume wurden auf diesem Riesengelände gepflanzt, über 60 verschiedene Arten wurden heimisch. John Chester hat diese harten acht Jahre mit der Kamera und viel Selbstironie begleitet. Tiefe Konflikte werden dabei nicht verschweigen: Darf man Feinde wie Füchse und Schnecken bekämpfen, die doch schließlich zu Kreislauf der Natur gehören?

Der Film schildert die Rückschläge, Zweifel, und schließlich die Erfolge so undogmatisch und lebendig, er zeigt Alternativen zur herkömmlichen Monokultur so überzeugend, dass man sofort selbst zur Harke greifen will.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: John Chester
Darsteller:
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: USA