Zwei auf EINS

"Nicht alles, was sich Satire nennt, ist Satire."

Isabel Rohner, Feministin und Autorin

Sie ist Literaturwissenschaftlerin, Autorin der Hedwig Dohm Biografie "100 Jahre Frauenwahlrecht" und Feministin. In der Debatte um die Äußerungen Serdar Somuncus im radioeins-Podcast "Schröder & Somuncu" gehörte sie zu den stärksten Kritiker*innen.

Isabel Rohner
Isabel Rohner - Wann ist Satire frauenfeindlich? | © radioeins

Wir haben mit Isabel Rohner gesprochen: Was darf Satire? Wo ist die Grenze zur Frauenfeindlichkeit überschritten?

Zur Person:

Isabel Rohner wuchs in St. Gallen auf und erlebte 1989 als 10-Jährige mit, wie im Kanton Appenzell Innerrhoden über die Einführung des Frauenwahlrechts auf kantonaler Ebene debattiert wurde. Rohner nennt diese Erfahrung eine ihrer "frühesten politischen Erinnerungen". Die Debatten seien frauenverachtend gewesen, hätten sie damals schon politisiert und für Frauenrechte sensibilisiert. Sie studierte an den Universitäten Zürich und Köln Germanistik, Philosophie und Romanistik und promovierte an der Universität Gießen. 2017 erschien ihr Sammelband "100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! … und weiter?", den sie zusammen mit der Journalistin Rebecca Beerheide herausgegeben hat. Seit Sommer 2020 veröffentlicht Rohner gemeinsam mit Regula Stämpfli den feministischen Wochenrückblick "Die Podcastin".