Soundcheck

Elytral von Mary Epworth

Elytral von Mary Epworth
Elytral von Mary Epworth | © Pias Coop/Sunday Best

Es müsste das Verb ,laptoppen‘ geben für Künstlerinnen wie diese Britin, die als Folksängerin begann, mit Gitarre, wallendem Haar und viel Sehnsucht in der Stimme, dann aber den Laptop und das elektronische Wonderland entdeckte, das er ihr erschloss. Mit dem Debütalbum „Dream Life“ vor fünf Jahren war der gedankliche Kosmos abgesteckt, die Musikerin als Dream-Pop-Fee etabliert. Um Traumzustände geht es auch auf ihrem zweiten Album. Es zieht versonnen Schlieren im Dämmerlicht. Ertrinken, fallen, untergehen – Epworth sieht sich ständig in irgendeiner betörenden Finsternis verschwinden, ohne dass daraus ein Versprechen hervorgehen würde. Aufwachen müssen, wäre auch ganz schön.

Kai Müller, Tagesspiegel

Soundcheckwertung: 2 x Hit & 2 x geht in Ordnung