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Sigrid, The Cinematic Orchestra, Karen O & Danger Mouse, Stephen Malkmus Groove Denied

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To Believe von The Cinematic Orchestra

The Cinematic Orchestra
Ninja Tune

Kann man nach zwölf Jahren zurückkommen, um die gleiche Musik zu machen wie vor zwölf Jahren? Also gediegene elektronische Töne, mit Jazz-Einsprängseln versehen auf eine breite Leinwand ziehen, um Gaststimmen, wie die von Heidi Vogel, Moses Sumney oder Roots Manuva, in sie hinein predigen zu lassen? Kann man 2019 Musik machen, die klingt wie Terrence Malick trifft Massive Attack? Und braucht man Nu-Jazz, wenn Jazz nu wieder geht? The Cinematic Orchestra aus London glauben fest an ihre von Tom Elmhirst produzierte Zeitkapsel. Ich glaube, ohne sie hätte uns allerdings auch nichts gefehlt. [mehr]

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Groove Denied von Stephen Malkmus

stephen malkmus
Domino Recording Co

Slackerkönig wagt Elektroalbum. Klingt nach irrem Experiment, ist aber, bei aller Liebe, bloß eine weitere Malkmus-Platte geworden, auf der ein jung gebliebener Routinier ein bisschen mit Lo-Fi und museal anmutenden Synth-Effekten herumgespielt hat. Dass er dazu durch seine Zeit in Berlin und hier durchlebte wilde Nächte inspiriert wurde, glaubt man ihm bestimmt drüben in den Staaten. Gesamtnote: nett. [mehr]

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Lux Prima von Karen O & Danger Mouse:

Lux Prima
BMG Rights Management

Eigentlich steht der schroffe Minimalismus, mit dem die New Yorker Indie-Rock-Band Yeah Yeah Yeahs vor allem bekannt geworden ist, in einem krassen Gegensatz zur ästhetischen Brillanz und Oberflächenverliebtheit des retromanischen Produzenten Brian Burton aka Danger Mouse. Wie nun aber die YYY-Sängerin Karen O gemeinsam mit Burton zu synergetischen Momenten somnambuler Transzendenz findet, raubt einem den Atem. Ein auf zauberhafte Weise hinreißender Pop-Wachtraum mit gewaltiger Sogwirkung. [mehr]

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Sucker Punch von Sigrid

Sigrid
Vertigo Berlin (Universal Music)

Der Titeltrack hat sowohl das verspielte Kaugummifeeling als auch den, nunja, Punch einer Robyn-Single. Und auch sonst macht die Norwegerin Sigrid mit ihrem groß gedachten, clean produzierten Debüt in der Disziplin „Powerpop mit Powerrefrain“ so viel richtig, dass sich ihre kämpferischen Botschaften doppelt morgenfrisch anfühlen. [mehr]