Interview mit Stephan Jäkel & Fatal Flash

Situation von LGBTIQ-Geflüchteten in Deutschland

Christopher Street Day mit Regenbogenfahnen, queeres Selbstbewusstsein und Lebensfreude, öffentlich demonstriert – das ist leider noch keine Selbstverständlichkeit. In vielen Ländern droht Schwulen, Lesben, Bi und trans Menschen Verfolgung, Ächtung und Gewalt. Viele müssen fliehen.

Stephan Jäkel (links) und Fatal Flash
Stephan Jäkel (links) und Fatal Flash | © radioeins

Auch unter den Menschen, die wegen Krieg oder anderen Notsituationen ihre Heimat verlassen, sind natürlich queere Menschen.

Rund 2.000 dieser Menschen hat die Berliner Schwulenberatung in den letzten sechs Jahren geholfen, hier anzukommen. Sie hat eine Unterkunft für queere Geflüchtete gegründet, wo heute 70 Menschen leben, ein Café als Anlaufstelle und ein umfassendes Hilfs- und Beratungsangebot geschaffen.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht haben mit Stephan Jaekel gesprochen, der all das mit aufgebaut hat. Und sie haben mit einem Bewohner dieser Unterkunft gesprochen. Fatal Flash ist 24 Jahre jung, vor zwei Jahren geflohen aus Russland und steckt mitten im Asylverfahren. Zugleich ist er hier schon sehr aktiv - als Aktivist und als Drag Queen. Frauke Oppenberg und Holger Wicht durften "er" oder "sie" sagen, weil Fatal Flash sich als nicht-binär begreift, also keinem der klassischen Geschlechter zugehörig.