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"Der Liebe und dem Leid" - 125 Jahre wissenschaftlich-humanitäres Komitee

Interview mit dem Autor Rainer Herrn

In 69 Ländern weltweit steht Homosexualität unter Strafe, in elf droht sogar die Todesstrafe. Da scheint Deutschland für queere Menschen das Land der Glückseligen. Aber der Paragraf 175 Strafgesetzbuch ist erst 1994 abgeschafft worden. Bis dahin waren auch in Deutschland Homosexualität kriminalisiert.

v.l.n.r.: Holger Wicht, Rainer Herrn und Frauke Oppenberg © radioeins/V. Witzki
v.l.n.r.: Holger Wicht, Rainer Herrn und Frauke Oppenberg | © radioeins/V. Witzki

Einer, der sich schon früh dagegen gewehrt hat, war Magnus Hirschfeld. Vor 125 Jahren gründete er das wissenschaftlich-humanitäre Komitee – die weltweit erste Organisation, die Homosexualität entkriminalisieren wollte. Sein Institut für Sexualwissenschaften war eine beratende, behandelnde und aufklärende Einrichtung mit internationalem Renommee, über das der Medizinhistoriker Rainer Herrn ein Buch geschrieben hat.

"Der Liebe und dem Leid" ist im Juni erschienen und darüber sprechen wir jetzt mit Rainer Herrn.

v.l.n.r.: Holger Wicht, Rainer Herrn und Frauke Oppenberg © radioeins/V. Witzki
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"Der Liebe und dem Leid" (Buchcover) © Suhrkamp
"Der Liebe und dem Leid" (Buchcover) | © Suhrkamp