Do20.05.
2021
19:00 - 21:00

mo-fr, 19:00 - 21:00

re:publica 2021

mit Katja Weber

Katja Weber © rbb/Jenny Sieboldt

„In The Mean Time“ – übersetzt „In der Zwischenzeit“, ist das Motto der diesjährigen Netzkonferenz republica, die wir als radioeins auch dieses Jahr als Medienpartner begleiten. Normalerweise eine analoge Konferenz, ist sie Corona-bedingt wieder eine rein digitale Veranstaltung - dadurch aber nicht weniger spannend. Denn der Name ist Programm. Die Themen drehen sich rund um die merkwürdige Zwischen-Zeit, in der wir uns aktuell noch befinden: Zwischen Vor-Corona und Nach-Corona. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf jeden Einzelnen von uns und auf die ganze Gesellschaft?

Und was ist eigentlich sonst noch in der Welt – nicht nur in der digitalen – passiert? Was hat sich weiter-, oder gar zurück entwickelt? In Vorträgen, Interviews, Diskussion und Filmen können Sie das alles ab Donnerstag erleben auf republica.tv

Einen Vorgeschmack auf die spannendsten Inhalte bekommen Sie im Tagesprogramm von radioeins. Ausgewählte Speaker*innen laden wir am Donnerstag, dem Eröffnungsabend in die radioeins Sondersendung zur republica ein. Moderiert von Katja Weber.

20:40

re:publica 2021

You can take my breath away - Ein Date in der Karaokebar

Ein Date, ein Drink, ein Song und ein Gespräch über Love und Romance in Zeiten der Pandemie. Dafür trafen sich Anna Dushime und Şeyda Kurt in der Monster Ronsons Ichiban Karaoke.

Eine Mann und eine Frau und Emojis
imago images / Westend61

Anna Dushime widmet sich in ihrem Podcast "1000 erste Dates" dem Dating in all seinen Kuriositäten. Şeyda Kurt wiederum diskutiert in ihrem Buch "Radikale Zärtlichkeit" die politische Dimension von Liebe und Beziehungen.

Katja Weber spricht darüber mit Anna Dushime. [mehr]

Eine Mann und eine Frau und Emojis
imago images / Westend61
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20:20

re:publica 2021

Lilli Berger: Ende und Anfang - Trauer im virtuellen Raum

Das Ende einer geliebten Person ist in dieser Zeit schwieriger denn je. Wir können uns oft weder von den Menschen verabschieden noch menschliche Nähe zulassen. Physische Räume werden durch virtuelle ausgetauscht. Der Clip ENDE UND ANFANG stellt die Frage, ob das der Anfang einer neuen Trauerkultur in einer immer digitaler werdenden Gesellschaft sein könnte.

Virtueller Ort des Abschieds © Farvel
Farvel

Die Gründer*innen von Farvel arbeiten an einem virtuellen Abschieds- und Erinnerungsraum, der für alle mit einem internetfähigen Endgerät zugänglich, transparent und einfach gestaltet werden soll. Scheinbar wird der Schrei nach einer digitalen Lösung im Umgang mit Tod und Trauer in Zeiten der Pandemie plötzlich lauter. Doch ist das nicht ein generelles Problem? Denn aufgrund von großen Distanzen, aus gesundheitlichen oder gar finanziellen Gründen können wir uns nicht so von einen geliebten Menschen verabschieden, wie wir es möchten.

Katja Weber spricht darüber mit der Bestatterin und Gründerin von Farvel - Lilli Berger.
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20:10

re:publica 2021

Katja Bauer: Extrem normal? AfD zwischen Superwahljahr und Querdenken

Katja Bauer und Matthias Quent diskutieren die Situation der äußersten Rechten in Deutschland im Frühsommer 2021. "Deutschland, aber normal" – mit diesem Narrativ zieht die AfD 2021 in gleich einige Wahlkämpfe: Mehrere Landtage und der Bundestag werden in diesem Jahr gewählt - vier Jahre, nachdem die Rechtsaußenpartei fast aus dem Stand als stärkste Oppositionspartei in das Bundesparlament eingezogen ist.

Logo der AfD © imago images/Noah Wedel
imago images/Noah Wedel

Ihre Ausgangsbedingungen erscheinen günstig: Bundesweit etablierte Strukturen in und außerhalb der Parlamente, eine weit radikalisierte Stammwähler*innenschaft, die scheinbar nichts mehr schockiert, eine historische Pandemie als Nährboden für Unzufriedenheit, Protest und Krisenideologien, ein gespaltener Osten, eine zerrissene CDU und eine aussichtsreiche grüne Kanzlerkandidatin als antagonistisches Feindbild mit viel Polarisierungspotential...

Was machen die Rechtsradikalen aus diesen günstigen Ausgangsbedingungen? Je extremer die AfD agiert, desto stärker scheint sie sich um ein Framing der Normalität zu bemühen. Wie lange kann diese Dissonanz durchgehalten werden und mit welchen Begleiterscheinungen geht sie einher?

Zeit, einen Schritt zurückzutreten und mit der Journalistin Katja Bauer und dem Soziologen Matthias Quent einen analytischen Blick auf das Gesamtbild zu werfen - am 21.05.2021 von 16:55 bis 17:25 Uhr.

Katja Weber spricht darüber mit der Journalistin Katja Bauer. [mehr]

Logo der AfD © imago images/Noah Wedel
imago images/Noah Wedel
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19:35

re:publica 2021

Dorothee Bär: In the #MeanTime im digitalen Klassenzimmer

Digitale Bildung – oder: In der Zwischenzeit nicht warten, sondern machen!

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung © imago images/Jürgen Heinrich
imago images/Jürgen Heinrich

Kinder und Jugendliche haben es verdient, endlich unter optimalen Bedingungen lernen zu können. Durch "learning bei doing" haben Lehrkräfte, Schulen und Schüler*innen in den vergangenen Monaten viel Neues gelernt; und aus der Not entstanden vielerorts kreative Lösungen.

Jetzt könnte aus dem ungeplanten Crashkurs ein Curriculum werden, in dem das Digitale endlich natürlicher Bestandteil und Begleiter ist. Die Chancen stehen gut und die Offenheit für digitales Lehren und Lernen ist heute größer denn je: Laut dem D21-Digital-Index stehen inzwischen 82 Prozent der Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte dem digitalen Wandel im Bildungsbereich positiv gegenüber.

Diesen Schwung gilt es jetzt nachhaltig zu nutzen – damit die Digitalisierung des Bildungswesens nicht für immer "In The Mean Time" verharrt. Denn Digitalisierung ist weder kurzfristige Notlösung noch ein langfristiger "Ersatz" für bewährte pädagogische Konzepte. Vielmehr erweitern digitale Plattformen und Werkzeuge den Spielraum von Schule um neue spannende Möglichkeiten. Digitale Tools unterstützen aber auch das selbstbestimmte Lernen und die individuelle Förderung einzelner Schüler*innen – und können damit sogar für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen.

Katja Weber spricht darüber mit Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung. [mehr]

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung © imago images/Jürgen Heinrich
imago images/Jürgen Heinrich
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19:20

re:publica 2021

Ingrid Brodnig: Strategisch diskutieren - in und nach Corona

Die Pandemie ist irgendwann vorüber, doch die Infodemie hält an: In Diskussionen über die Klimakrise und über geflüchtete Menschen wird ebenso mit Desinformation und mit unfairen Argumenten gearbeitet. Umso wichtiger ist es, die eigenen Argumente möglichst klar und nachdrücklich zu vermitteln. Der Crashkurs "strategisches Diskutieren" seziert unfaire Diskussionsstile und vermittelt konkrete Gegenstrategien.

Ein Mann und eine Frau diskutieren © imago images/Ikon Images
imago images/Ikon Images

Viele von uns beobachten das schon länger, aber die Coronakrise hat es offensichtlich gemacht: Unfaire Rhetorik, pure Spekulation oder sogar Verschwörungsmythen können Verwirrung stiften, zwischenmenschliche Konflikte schüren und reales Leid erzeugen.

Das Tragische ist: Selbst wenn wir die Pandemie hinter uns bringen, stehen uns erneut erhitze und oft unfair geführte Diskussionen bevor - zum Beispiel über die Klimakrise oder über geflüchtete Menschen. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen ihre argumentativen Abwehrkräfte aufbauen.

Der Crashkurs "strategisches Diskutieren" setzt dabei drei Schwerpunkte: Erstens werden wiederkehrende rhetorische Tricks analysiert, mittels derer falsche Behauptungen überraschend plausibel klingen. Darauf aufbauend werden zweitens Taktiken gezeigt, um sich selbst verständlich und die eigenen Argumente einprägsamer zu machen. Denn das Verstehen unfairer oder schwieriger Diskussionsstile erleichtert es, effizientere Argumente und unterschiedliche Gegenstrategien zu finden. Und drittens geht es um die Grundsatzfrage: Wo lohnt es sich zu diskutieren, wo ist meine Zeit gut investiert? Niemand ist verpflichtet, jede falsche falsche Behauptung oder jede Unterstellung zu kontern, aber es gibt sehr wohl Situationen, in denen sich Diskutieren, in denen sich Appellieren an Empathie und an Fakten lohnt.

Katja Weber spricht darüber mit der Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig. Am Freitag, den 21.05.2021, ist sie von 12:00 bis 12:25 Uhr mit "Strategisch diskutieren: in und nach Corona" im Programm der re:publica.
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Ein Mann und eine Frau diskutieren © imago images/Ikon Images
imago images/Ikon Images
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