Do27.02.
10:00 - 13:00

mo-fr, 10:00 - 13:00

radioeins ab zehn

mit Stephan Karkowsky

Stephan Karkowsky

Life und Style, Pop und Politik, global und lokal – diese Show kommt so entspannt um die Ecke, dass jeder rufen möchte: Lass uns Wellenreiten gehen.
 
Wir surfen gekonnt und wunderschön durch drei Stunden radioeins – mit interessanten Studiogästen, fantastischen Rubriken und jeder Menge Pi und Pa und Po.

12:35

Berlinale | Talents Event

Art to Live in: Hang Out with ruangrupa

Das indonesische Künstlerkollektiv "ruangrupa" will 2020 die künstlerische Leitung der Documenta übernehmen und hat beim Berlinale Talents Event ein kollektives Abhängen organisiert. Unsere Reporterin Pune Djalilehvand war dabei.

Installationskuenstler, Kurator und Direktor von Ruangrupa, Ade Darmawan (l.) und der Architekt Farid Rakun 2019 in Kassel
imago images / epd
Installationskuenstler, Kurator und Direktor von Ruangrupa, Ade Darmawan (l.) und der Architekt Farid Rakun 2019 in Kassel
imago images / epd
Download (mp3, 5 MB)
12:10

Berlinale Special

Speer goes to Hollywood

Albert Speer ist ein Rätsel. Er war der ranghöchste Nazi, der in Nürnberg der Todesstrafe entging. Speer zählte zu Hitlers engsten Vertrauten und sollte als sein Chefarchitekt Berlin zur Welthauptstadt umgestalten. Als Reichsminister für Bewaffnung und Munition war Speer verantwortlich für zwölf Millionen Zwangsarbeiter.

Speer Goes to Hollywood © Hanns-Peter Frentz
Hanns-Peter Frentz

Dennoch genießt er bis heute den Ruf des „guten Nazis“ – ein Mythos, den er sorgsam selbst entwarf und kultivierte. Speer Goes to Hollywood führt uns ins Jahr 1971: Paramount Pictures plant Speers Bestseller „Erinnerungen“ zu verfilmen, und Speer will selbst am Drehbuch mitwirken. Vanessa Lapas Film basiert auf Tonaufzeichnungen der monatelangen Gespräche, die Drehbuchautor Andrew Birkin mit Speer geführt hat, und zeigt Speers skrupellosen Versuch, seine Vergangenheit mit dem geplanten Film reinzuwaschen. Lapas Film enthält zudem seltene Archivaufnahmen, die Speer vor dem Zweiten Weltkrieg, in Kriegszeiten und später als mehr oder weniger zurückgezogen lebenden Ruheständler auf dem Land zeigen. Quelle: Berlinale

Wir sprachen über den Film mit der Filmwissenschaftlerin Sonja M. Schultz.

Speer Goes to Hollywood © Hanns-Peter Frentz
Hanns-Peter Frentz
Download (mp3, 6 MB)
11:38

Thursday for Future

Berlinale und Nachhaltigkeit

Die Filmbranche ist alles andere als ökologisch und klimafreundlich. Filmproduktionen haben einen großen Strom- und Ressourcenverbrauch, Filmcrews fliegen zu den Drehorten und müssen mit Transport braucht es Autos.

Nachhaltige Berlinale
Julia Vismann

Doch die Filmbranche ist längst aufgewacht, Filmemachen soll umweltfreundlicher werden. Das ist auch Thema auf der Berlinale gewesen.
 
Julia Vismann hat sich angeschaut, was dahinter steckt.

11:10

Berlinale | Wettbewerb

DAU. Natasha

DAU. Natasha © Phenomen Film
Phenomen Film

Natasha und Olga arbeiten in der Kantine eines geheimen sowjetischen Forschungsinstituts. Hier schlägt das Herz des DAU-Kosmos, alle kommen vorbei: die Angestellten des Instituts, Wissenschaftler*innen und ausländische Gäste wie Luc Bigé. Mit ihm beginnt Natasha eine Affäre, nachdem sie sich mit Olga über die Liebe unterhalten und in die Haare gekriegt hat. In der Badewanne und bei heiteren Trinkspielen sinniert sie über ihre Liebhaber und bezeichnet bei dieser Gelegenheit den Franzosen als „sanft“. Doch der Geheimdienst unter der Leitung von Vladimir Azhippo interveniert. Für Natasha (und uns) eine „unsanfte“ Erfahrung. Auch wer nichts über Ilya Khrzhanovskiys DAU-Projekt weiß, eine großangelegte Simulation des totalitären Systems unter Stalin und danach, erkennt in den künstlerisch-politischen Dimensionen von DAU. Natasha ein radikales Kino zwischen Fiktion und Realität. In Zusammenarbeit mit Co-Regisseurin Jekaterina Oertel, Kameramann Jürgen Jürges und Laiendarsteller*innen wagt Khrzhanovskiy einen Blick in die Abgründe der Psyche und zeigt (un-)menschliche Extreme – als eine provokativ-grenzüberschreitende Erzählung über den Kampf um Macht und Liebe, als Analyse des Totalitarismus.
Quelle: Berlinale

 
Wir sprachen über den Film mit Christiane Peitz, Kulturredakteurin beim Tagesspiegel.

10:40

Favorit Buch

Palast der Miserablen

von Abbas Khider

„Blechstadt“ - so heißt der Slum in Bagdad, in dem der irakische Junge Shams mit seinen Eltern aufwächst – eine Stadt ohne Wasser oder Strom – gebaut auf einem riesigen Müllberg.

Palast der Miserablen von Abbas Khider
Hanser

Es ist die Zeit nach dem zweiten Golfkrieg, in der überall Porträts des Diktators Saddam Hussein hängen und die Bevölkerung unter dem Embargo und der Unterdrückung leidet. Shams muss schon als Kind Plastiktüten oder Wasser verkaufen, um die Familie zu unterstützen. Als er die Welt der Bücher für sich entdeckt und den „Palast der Miserablen“, einen Zirkel, in dem im Geheimen über Literatur diskutiert wird, bekommt sein Leben einen Sinn. Mit „Palast der Miserablen“ hat der deutsch-irakische Schriftsteller Abbas Khider einen beeindruckenden Roman über das Aufwachsen, Überleben und den Alltag im Irak geschrieben. Literaturagentin Marie Kaiser hat ihn gelesen.

10:10

Berlin | Panorama Dokumente

Saudi Runaway

Mit der Kamera ihres Smartphones nimmt uns eine junge Frau mit in ihre Welt: eine Existenz hinter geschlossenen Türen, hinter Schleiern, hinter der Fassade einer anständigen Familie.

Saudi Runaway © Christian Frei Filmproductions
Christian Frei Filmproductions

Der Vater und ein oft zitierter zukünftiger Ehemann bestimmen Munas Leben. Als klar wird, dass ihr Reisepass bald abläuft und keiner von beiden einer Verlängerung zustimmen wird, plant sie ihre Flucht aus Saudi-Arabien. Augenblicke ungebrochener Lebensfreude – etwa wenn Muna sich haltlos für das seltene Ereignis eines Wolkenbruchs begeistert – stehen in Kontrast zu ihrer beklemmenden Situation. Ungeachtet des Risikos protokolliert sie heimlich die Höhen und Tiefen ihres Alltags: den trüben Blick durch die Verschleierung und die Unbefangenheit der Frauen untereinander, die schleichende Bedrohung einer näher rückenden Zwangshochzeit und die gemeinschaftlichen Momente muslimischer Feiertage.
Susanne Regina Meures setzt allein auf die von ihrer Protagonistin gefilmten Bilder, eine bedachte Montage und wenige Texttafeln. Der Film dokumentiert anhand einer persönlichen Geschichte das asymmetrische Geschlechterverhältnis und die patriarchalen Unterdrückungsmechanismen, die der Staat systematisch absichert.
Quelle: Berlinale
 
Wir sprechen mit der Regisseurin Susanne Regina Meures.

Saudi Runaway © Christian Frei Filmproductions
Christian Frei Filmproductions
Download (mp3, 8 MB)

Rubriken

Sebastian Lehmann © Hendrik Schneller
Hendrik Schneller

Elterntelefonate

Favorit Buch
Klett-Cotta

Favorit Buch

Fehl und Tadel

Fehl und Tadel

Die Stilkritik mit Oliver MacConnell

Medizinische Notizen mit Dr. med. Julia Fischer

Medizinische Notizen

mit Dr. med. Julia Fischer

Johannes Paetzold am Kochtopf
radioeins

Paetzolds Pop Cuisine

Die Antwort auf alle Geschmacksfragen

radioeins Kantine
radioeins

radioeins Kantine

Mittagstische in Berlin und Brandenburg

radioeins for Future
imago images/Christian Mang

Thursday for Future

Tiere streicheln Menschen
radioeins/Sven Rathke

Tiere streicheln Menschen

Total Net - radioeins online onair

Total Net

Web, Mobile, Social Media