"Eine Gesellschaft funktioniert nur gut, wenn ihre Bürgerinnen und Bürger friedlich und respektvoll zusammenleben.“ So beginnt die Definition des Bundesinnenministeriums zum „gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Aber wie steht es um unser soziales Miteinander? Fast täglich gibt es neue ‚Shitstorms‘ und es scheint, als würden unsachlich und emotional aufgeladene Diskussionen immer mehr. Respektvoller Umgang und produktive Streitkultur – Fehlanzeige? Tatsächlich meinen mehr als zwei Drittel der befragten Menschen einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, dass die Diskussionen in der Öffentlichkeit zuletzt respektloser geworden sind. Und 84 Prozent halten den Zusammenhalt für zumindest teilweise gefährdet. Grund dafür sei ein schneller Wandel unserer Strukturen.

Zum einen durch Digitalisierungsprozesse oder aber Migration. Auch der Sozialhistoriker Sven Tetzlaff beobachtet, dass sich die Gesprächskultur in dieser Richtung verändert hat und fragt sich, wie wieder eine zivilere Gesprächskultur gefunden werden kann.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass auch unsere Gesellschaft noch zusammenhält. Die meisten Menschen sagen, dass ihnen die meisten Menschen im Alltag mit Respekt begegnen. Und laut statistischem Bundesamt ist das Niveau der Ehrenamtlichen in Deutschland seit Jahren auf konstant hohem Niveau – bei um die 40 Prozent. Strebt also doch nicht jeder allein nach seinem Glück, sondern wir alle gemeinsam nach einer glücklichen Gesellschaft?

Wir wollen mit Ihnen diese Fragen diskutieren: "Jeder für sich selbst - was hält uns noch zusammen?" Schildern Sie uns, welche Erfahrungen und Erlebnisse Sie machen. Wie ist der Zusammenhalt in ihrer Nachbarschaft? Sind ihrer Meinung nach Diskussionen aggressiver geworden? Intoleranter? Oder erleben sie vielleicht ausschließlich konstruktiven Meinungsaustausch und ein harmonisch soziales Miteinander?

Die Weber zum Nachhören:

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