Fr05.11.
2021
10:00 - 13:00

Die Weber

mit Katja Weber

Die Omnipräsenz des Fußballs – ist so viel Aufmerksamkeit berechtigt?

Katja Weber © rbb/Jenny Sieboldt

Ein ganz normales Wochenende: Massen von Menschen strömen in die Stadien. Live-Ticker, Fernseher oder Radios werden aufgedreht – überall Fußball. Fußball ist heute wie vor hundert Jahren die beliebteste Sportart und längst mehr als das.

Der einstige Elitesport der englischen Oberschicht hat sich längst zum Massenphänomen entwickelt und wird zuweilen sogar als eine Art Religionsersatz gehandelt.


Fußball ist heute der beliebteste Sport weltweit, und so auch in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund zählt aktuell mehr als sieben Millionen Mitglieder. Und etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland gibt an, sich ganz besonders für Fußball zu interessieren.

Dabei ist Fußball nur eine Sportart unter vielen! Und während Fußball zu Hauptsendezeiten über die Bildschirme Nationen flackert, müssen Kanu, Volleyball oder Kugelstoßen sich mit der Aufmerksamkeit begnügen, die ihnen bei Olympia-Übertragungen oder zu sonst ausgewählten Randzeiten zur Verfügung gestellt werden. Ist das gerecht? Verdrängt der Fußball alles andere? Zerstört er vielleicht sogar die Chance auf mediale Aufmerksamkeit anderer Sportarten? Oder inszeniert sich diese Sportart einfach besser als andere? radioeins-Hörerin Ilka fragt sich, warum andere Sportarten ein derartiges Nischendasein fristen, und warum man Meldungen über die Potsdamer Handballspiele, die Erfolge der Wasserballer oder Footballer mit der Lupe suchen muss.

Wir haben mit Ihnen daher in "Die Weber" darüber diskutiert: Die Omnipräsenz des Fußballs – ist so viel Aufmerksamkeit legitim?