Fr29.10.
2021
10:00 - 13:00

Die Weber

mit Katja Weber

Besetzte Häuser in Berlin – notwendige Freiräume oder überholte Politfolklore?

Katja Weber © rbb/Jenny Sieboldt

Besetzte Häuser gehören seit den 1970er Jahren ins Berliner Stadtbild. In der Anfangszeit geht es vor allem darum Leerstand und Verfall durch Besetzung (oder „Instandbesetzung“) vor dem Abriss zu bewahren. Nach dem Mauerfall gibt es neuen Wind, als 1990 Häuser in Ost-Berlin besetzt werden: unter anderem die Rigaer 94, Liebig 14 + 34 und auch die Mainzer Straße.
 
Letztere wird noch im selben Jahr unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen geräumt. 3500 Polizisten rücken an um insgesamt 400 Besetzer aus den Häusern zu kriegen. Bis heute sind besetzte Häuser regelmäßig in den Nachrichten. Zuletzt gab es die Räumung des Wagencamps „Köpi“ mit etlichen Festnahmen.
 
Die Hintergründe? Es geht um alternatives Wohnen, um die Schaffung und den Erhalt von Schutz- und Freiräumen. Und es geht nach fast 50 Jahren immer noch um die Frage: Wem gehört die Stadt? Oder geht es darum schon gar nicht mehr? Wo ist die Brücke zwischen den Ursprüngen der Besetzerszene und den heutigen alternativen Projekten? Wie werden besetzte Häuser und alternative Wohnprojekte von der Berliner Bevölkerung wahrgenommen? Wie wichtig sind sie für Berlin, vor allem auch als Orte der Kultur, der Entfaltung und des sozialen Engagements? Wie sind die Sympathien und Antipathien in Berlin verteilt? Darüber wollen wir mit Ihnen am 29.10. zwischen 10-13 Uhr sprechen. Die Weber mit Katja Weber zum Thema: „Besetzte Häuser in Berlin – notwendige Freiräume oder überholte Politfolklore?“
 
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