Mo03.01.
2022
15:00 - 19:00

mo-do, 15:00 - 19:00

radioeins ab drei

mit Mareile Scheidemann und Maximilian Ulrich

Mareile "Meili" Scheidemann

Krise, Krise, Krise – und es geht uns gut. Denn mit unseren ModeratorInnen bieten wir Ihren anspruchsvollen Ohren nicht weniger als unsere Chefintellektuellen. Einzeln und fein verpackt wechseln sie sich ab und erklären Ihnen die Welt. Egal, ob Mikrokrisen oder Staatsbankrotte, kollabierende Ökosysteme oder psychosoziale Verwerfungen – radioeins begleitet Sie souverän durch alle tagesaktuellen Untiefen in den sicheren Feierabend.

18:20

Harald Martenstein über

Das Jahr 2022

Man dachte, 2020 war mies, aber dann kam 2021. Und jetzt heißt es wieder: auf ein Neues! Was wir von 2022 realistischerweise zu erwarten haben.

Podcast Harald Martenstein
radioeins

Und wieder droht ein neues Jahr. Eingestimmt hat sich Martenstein auf den Jahreswechsel bereits kurz vor Weihnachten auf ZEIT ONLINE, mithilfe der Überschrift des dortigen Aufmachers: "Es besteht kein Grund für Optimismus". Es handelt sich dabei um ein Zitat der Seuchenschützerin Andrea Ammon.

Natürlich besteht der nicht. Ist doch wohl klar. Kritisch könnte er allenfalls anmerken, dass Überschriften wie zum Beispiel "Hund beißt Mann" als nicht sehr originell gelten, die Headline "Mann beißt Hund" dagegen schon eher. "Es gibt jede Menge Gründe für Optimismus" wäre, so gesehen, eine extrem neugierig machende Überschrift. Aber gelogen. Martenstein schildert uns das Jahr 2022, wie es sein wird. Keine Sorge, das wird keine von diesen Jahreswechsel-Satiren. Wahrlich, er sagt uns, was wirklich passieren wird. Und zwar glasklar, nicht verklausuliert und vieldeutig wie einst der Seher Nostradamus.

17:20

Aktuell

Wetter in Berlin und Brandenburg

Wetter

Hagelschlag oder Sonnenschein: Die Meteorologen von donnerwetter.de präsentierten den radioeins-Hörern, wie das Wetter in Berlin und Brandenburg wird. [mehr]

17:10

Schöner Lesen

"Phon" von Marente de Moor

Neu auf Platz 6 der radioeins-Bücherliste: "Phon" von Marente de Moor.

Phon von Marente de Moor © Hanser
Hanser

Vor 31 Jahren sind sie zusammen in die Wildnis gezogen, nach Russland, an die Grenze zu Lettland. Die Zoologin Nadja und Lew, ihr ehemaliger Uni-Professor, sind mittlerweile die einzigen Bewohner eines verwaisten Landstriches. Die Batterie-Fabrik im Nachbarort ist geschlossen, die letzten Nachbarn haben ihre Häuser verlassen.

Lew kränkelt, Nadja trinkt und immer wieder sind da diese Geräusche - große Geräusche - kolossales Himmelsheulen.

Ob die Zwei sich diese Geräusche nur einbilden oder was wirklich dahintersteckt, erzählt Maria Christina Piwowarski aus der Buchhandlung "Ocelot". Sie hat "Phon" von Marente de Moor für uns gelesen.
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15:40
Rubrik telefonverlosung

Album der Woche

Sun Cutter von Sun Cutter

vorgestellt von Claudia Gerth

Der britische Singer-Songwriter SUN CUTTER (bürgerlich: Kevin Pearce) erlitt vor drei Jahren, im Alter von 33 Jahren, einen Herzinfarkt (auf einem Golfplatz). Das brachte ihn nicht nur dazu, seine Lebensgewohnheiten zu ändern; zu seiner Rehabilitation gehörte auch Projekt Sun Cutter.

Sun Cutter S/T
Bronzerat

Es war ein Weckruf, um sich darüber klar zu werden, wie kostbar das Leben ist. Wie wichtig es ist, da rauszugehen, sich zu amüsieren und sich auf die Dinge einzulassen, die man liebt, meint Pearce. Dazu sollte man auf keinen Fall allzu lang bei schlechten Ereignissen „verweilen“. Und so ist sein Sun Cutter-Album eines geworden, mit treibenden, harmoniegetränkten Indie-Soul-Folk-Pop-Songs. Absolut erbaulich.
 
Ein Album, das an einem wirklich sonnigen Tag, befreienden Schatten spendet. Das liegt auch an seinem neuen Lebensmittelpunkt: Er ist im Herbst 2020 Vater geworden.
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