Kein russisches Öl - Deutschland bereitet sich auf ein Öl-Embargo vor

Laut Bundeswirtschaftsminister Habeck gibt es innerhalb der Europäischen Union noch keine Verständigung auf ein Öl-Embargo gegen Russland. Deutschland könne eine solche Maßnahme aber tragen, sagte Habeck gestern in Berlin.

Verkehr, Heizung, Produktion – all diese Bereiche sind von Erdöl abhängig, um zu funktionieren. Einen Teil dieses Öls, beziehen wir bisher aus Russland. Doch das könnte sich bald ändern - die EU plant aktuell ein Ölembargo gegen Russland. Und Deutschland kann nach Ansicht der Bundesregierung sofort auf russische Öllieferungen verzichten, wie Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesfinanzminister Lindner vor dem Hintergrund der EU-Debatte um weitere Sanktionen gegen Russland gestern erklärt haben. Beide Minister warnen aber auch, dass ein Embargo zu steigenden Spritkosten führen und an der Wirtschaft nicht spurlos vorbeigehen würde. Obwohl der deutsche Bedarf an russischem Öl von 35 auf 12 Prozent gesenkt werden konnte, wird es wohl vor allem hier, im Osten des Landes, schwierig werden: "Die lokale Bedeutung, die sie für die Versorgung des ostdeutschen Raums und auch des Großraums Berlin hat, muss man sagen, dort wird es ‚rumpelig‘ werden, wenn es jetzt stattfinden würde. Aber wir arbeiten da natürlich auch an weiteren Lösungen", so Habeck. Wie diese Lösungen aussehen könnten, darüber sprechen wir mit Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin).