Mi11.08.
2021
07:34 - 07:38

Ab 11. Oktober

Bund und Länder einigen sich auf kostenpflichtige Corona-Tests

Es war wieder ein langer Sitzungstag – am Dienstag haben die Ministerpräsident*innen von Bund und Ländern in einer Konferenz die neuen Maßnahmen zur Coronabekämpfung beschlossen.

Die kostenlosen Corona-Bürgertests werden am 11. Oktober abgeschafft, die Getesteten werden selbst zur Kasse gebeten. Zugleich kommen auf die noch nicht Geimpften ab 23. August verschärfte Testvorschriften zu, wenn sie Angebote in Innenräumen wahrnehmen wollen.

Ziel der Beschlüsse von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefinnen und -chefs der Länder ist es, mehr Menschen zur Impfung zu bewegen. Die Gruppe der Ungeimpften sei "noch zu groß", sagte Merkel. "Wir werden weniger Infektionen haben, wenn wir mehr Geimpfte haben." Die Stoßrichtung der Beschlüsse ist klar: Sie zielen darauf ab, den Druck auf all jene zu erhöhen, die sich trotz verfügbarer Impfangebote nicht gegen das Virus immunisieren lassen. Bund und Länder brachten dafür die so genannte "3G"-Regel auf den Weg: Zugang zu Innenraum-Angeboten soll nur bekommen, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

Über die Beschlüsse sprechen Marco Seiffert und Tom Böttcher mit der Gesundheitspolitischen Sprecherin und Obfrau im Gesundheitsausschuss der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar. Im Interview auf radioeins zeigte sie sich zufrieden mit den Beschlüssen. Auch das Auslaufen der kostenlosen Corona-Tests im Oktober sei richtig: "Ich gehe davon aus, dass auch Ungeimpfte sich testen gehen, wenn sie bestimmte Veranstaltungen besuchen und Zugang zu bestimmten Einrichtungen brauchen." Dittmar hofft, dass die Corona-Beschlüsse ein sanfter Anstupser sind, und Ungeimpfte nochmal in sich gehen, die kein medizinisches Hindernis und das kostenlose Impfangebot in Anspruch nehmen.