Mo17.05.
2021
06:35 - 06:39

Interview mit Innensenator Andreas Geisel (SPD)

"Antisemitismus hat auf unseren Straßen nichts zu suchen"

Bei der pro-palästinensischen Demonstration von rund 3.500 Menschen in Berlin-Neukölln war es am Samstag zu Gewalt gekommen, nachdem die Polizei die Versammlung wegen Verstößen gegen die Corona-Hygieneregeln für aufgelöst erklärt hatte.

Demonstranten widersetzten sich und warfen Steine und Flaschen auf die Polizei, die Beamten setzten Pfefferspray ein. Nach Polizeiangaben wurden 93 Beamte verletzt und 59 Menschen festgenommen, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, tätlichen
Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Gefangenenbefreiung.

"Gegen Gewalt, Antisemitismus, Hass und Hetze werden wir uns entschieden entgegenstellen und die Menschen schützen, die davon betroffen sind", versicherte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Sonntag.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte am Samstag auf Twitter: "Ich verurteile die Gewalt auf's Schärfste. Steine Flaschen auf Polizeikräfte zu werfen, geht gar nicht." Dasselbe gelte für Angriffe auf die Presse. "Protest ja, Gewalt, Antisemitismus und Hetze nein - Besonnenheit ist angesagt, bitte demonstrieren Sie friedlich", schrieb Geisel.

Über die Ausschreitungen und wie der Berliner Senat damit umgeht, fragen Marco Seiffert und Tom Böttcher Innensenator Geisel.