Sa01.05.
2021
09:00 - 12:00

Die radioeins Fettecke

mit Katja Weber

Katja Weber © rbb/Jenny Sieboldt
11:40

Radioday "Fettecke"

Eberhard Kranemann, die Band Pissoff, die Handaktion und Dark Beuys

Im Dezember 1968 führt Beuys seine Performance HANDAKTION in der Düsseldorfer Szene-Kneipe Creamcheese auf. Den Sound zu dieser Aktion liefert die Band PISSOFF des Düsseldorfer Kunststudenten Eberhard Kranemann: „Beuys machte seine Handaktion - drei Stunden, sehr ruhig, konzentriert, intensiv, minimale Bewegung.

Beuys Pissoff
Rotorelief Records

Wirr aktionistisch Klang - Musik - Geräusch - Terror. Drei Stunden Weltuntergang. Laut. Krach. Chaos ! Schmerzgrenze. Der Laden war gerappelt voll. ALLE WAREN DA ! Auch das Fernsehen“. Eberhard Kranemann reist mit uns zurück in den Winter 1968, auf den der Zeitzeuge heute mit gespaltenen Gefühlen zurückblickt. „Beuys muss man auf den Sockel heben und ihn dann wieder runterholen.“ Wir sind gespannt, was es mit seinem Kunstwerk „Dark Beuys“ auf sich hat.

Beuys Pissoff
Rotorelief Records
Download (mp3, 15 MB)
11:10

Radioday "Fettecke"

Käthe Kruse performt „Maria-Kissen“

Geboren im Westfälischen, wurde Käthe Kruse als Mitglied der Berliner Musik- und Künstlergruppe Die Tödliche Doris bekannt. In den Jahren 1980 bis 1987 bewegte sich die Gruppe – wie z.B. auch die Einstürzenden Neubauten – in der Berliner Szene der sogenannten »genialen Dilletanten«.

Maria Kissen von Käthe Kruse
Käthe Kruse

Käthe Kruse trat als Schlagzeugerin, Sängerin, Performerin und Künstlerin mit der Gruppe in Konzerten und Ausstellungen unter anderem im Musée d’Art Moderne, Paris, im Museum of Modern Art, New York, und auf der documenta 8 in Kassel auf. Schon damals waren ihre Konzerte häufig zugleich Performances, und es entstanden aus oder für die Konzerte Bilder und Objekte sowie Filme und Videos. Und auch heute, an diesem Radioday, entsteht ein neues Video bei Käthe Kruses Performance „Maria-Kissen“.

Maria Kissen von Käthe Kruse
Käthe Kruse
10:40

Radioday "Fettecke"

Beuys, Musik, Punk und NDW

In den späten 60ern und frühen 70ern tummelte sich die Düsseldorfer Musikszene in Clubs und Bars wie Ratinger Hof oder Creamcheese. Beuys tauchte auch dort auf - zum Beispiel 1968 mit einer Performance im Creamcheese. Sein revolutionäres Kunstverständnis steckte auch die Musikszene an.

Thomas Groetz im Gespräch mit Katja Weber © radioeins/Kaminski
radioeins/Kaminski

Von allem Vorhergegangenen sich abzugrenzen - das war ein gemeinsamer Nenner von Punk und Beuys. Über diesen Nenner reden wir mit dem Künstler und Autor Thomas Groetz. Er hat den Band „Musik-Kunst - Deutscher Punk und New Wave in der Nachbarschaft von Joseph Beuys“ herausgebracht. Wir fragen ihn: Welche Rolle spielte Musik bei Beuys, welche Spuren hat er in Punk und NDW hinterlassen, welche Verbindungen gibt es zu Bands wie Materialschlacht, Fred Banana Combo oder Der Plan? [mehr]

Thomas Groetz im Gespräch mit Katja Weber © radioeins/Kaminski
radioeins/Kaminski
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10:10

Interview mit Peter Hein von Fehlfarben

Beuys und die Düsseldorfer Punkszene

1968 in der Düsseldorfer Kunstakademie: In einem Stapel aus 20 Filzplatten liegt eine Tonbandspule, auf der Beuys zusammen mit dem Komponisten Hennig Christiansen und dem Beuys-Schüler Johannes Stüttgen einen endlosen Monolog spricht: »Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee«.

Peter Hein - Fehlfarben © radioeins/Schuster
radioeins/Schuster

Die Aufnahme Dauer eine gefühlte Ewigkeit, die zunächst völlig sinnentleert scheint und dann doch alle möglichen Gefühlslagen durchspielt. Eine der vielen humorvollen Kunstaktionen von Beuys. Peter Hein, Sänger der Band Fehlfarben, hat für unseren Radioday die Performance wiederbelebt und ihr nochmal eine Stimme gegeben. Nämlich seine! Wir sprechen mit ihm über seine 6 Variationen und natürlich auch darüber, welchen Einfluss Beuys auf die Düsseldorfer Musikszene in den 70ern hatte. [mehr]

Peter Hein - Fehlfarben © radioeins/Schuster
radioeins/Schuster
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09:20

Radioday "Fettecke"

Nina Schallenberg über Beuys und seine Sprache

Kuratorin im Hamburger Bahnhof

Am Anfang war das Wort. Auch Beuys kann bzw. muss man von der Sprache aus denken. Der Künstler, der durch seine Skulpturen und Kunst-Aktionen weltberühmt wurde, hat die Worte, die Sprache genutzt: Um Ideen zu schärfen, sich auszutauschen, einzugreifen.

Nina Schallenberg © Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Der Hamburger Bahnhof hat Beuys Sprache in den Mittelpunkt einer neuen Ausstellung gerückt, die voraussichtlich im Sommer dort eröffnen wird "Von der Sprache aus". Vom schweigenden, über den dampfplaudernden bis hin zum späten, nachdenklichen Beuys wird die Ausstellung „Von der Sprache“ den Bogen spannen. Über Beuys Sprache und wie man seine Kunst heute dem Publikum zeigen kann und muss, darüber sprechen wir mit der Kuratorin Nina Schallenberg. [mehr]

Nina Schallenberg © Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
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