Mo08.03.
2021
09:00 - 12:00

Der Radioday am Internationalen Frauentag auf radioeins.

Mütter – zwischen Ideal und Wirklichkeit

mit Kathrin Wosch

Kathrin Wosch © radioeins/Schuster

Seit einem Jahr stecken wir in der Pandemiekrise und mit am härtesten – das zeigen mittlerweile auch Studien - trifft es die Mütter in unserer Gesellschaft. Manche reden schon von einem Backlash, der die Frauen wieder zurück an den Herd und zu den Kindern drängt, oft neben ihrem eigentlich Lohnjob. Andere sprechen von dem Vorhang, der durch die Pandemie gelüftet wurde und die bestehenden Geschlechterungerechtigkeiten nun noch sichtbarer macht. Die Mehrfachbelastung kann dramatische Folgen haben für die ganze Geesellschaft. Grund genug dem Thema am Internationalen Frauentag einen ganzen Radioday zu widmen.

11:40

Radioday am 8. März

Warum die Trauer um früh verstorbene Babys anders ist

Etwa eine von fünf Schwangerschaften endet Schätzungen zufolge vorzeitig, meist in den ersten zwölf Wochen, aber oft eben auch später. Trotzdem sind Fehlgeburten ein Tabu-Thema und oft sind die Mütter damit allein.

Ein Paar steht an einem Grab auf dem Friedhof (Symbolbild) © imago images/Panthermedia
imago images/Panthermedia

Den Platz, den diese Geschichten in der Gesellschaft bräuchten, bekommen sie oft nicht. Nadine von Kameke ist Journalistin und Trauerbegleiterin beim Verein "Verwaiste Eltern und Geschwister Hamburg".
 
Wir sprachen mit ihr über den Umgang mit Trauer, wenn man ein Kind verliert.

Ein Paar steht an einem Grab auf dem Friedhof (Symbolbild) © imago images/Panthermedia
imago images/Panthermedia
Download (mp3, 11 MB)
11:10

Radioday am 8. März

Die Trauer ums tote Kind als Bildmotiv

Das US-Model Chrissy Teigen hat im Oktober letzten Jahres schwarz-weiß-Bilder bei Instagram gepostet. Man sieht ihren Mann und sie weinend und ein Bild eines Babys. Im Text steht, dass das Baby tot ist. Seit Jahrhunderten gibt es Bilder toter Babys - wie beispielsweise in der Malerei.

Am Grab eines Kindes steht ein Windspiel (Symbolbild) © imago images/Norbert Neetz
imago images/Norbert Neetz

Wir sprachen mit der Kunsthistorikerin Brigitte Kölle über die Trauer um das tote Kind als Bildmotiv in der Kunst. Sie ist Leiterin der Sammlung Kunst der Gegenwart an der Hamburger Kunsthalle.
 
 

Am Grab eines Kindes steht ein Windspiel (Symbolbild) © imago images/Norbert Neetz
imago images/Norbert Neetz
Download (mp3, 6 MB)
10:40

Radioday am 8. März

Gewalt gegen Frauen im Lockdown

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten - und meistens ist der Täter der eigene Partner.

Eine junge Frau sitzt auf dem Boden und hält sich schützend die Haende vor ihr Gesicht (Symbolbild) © imago images/photothek
imago images/photothek

Die Zahlen steigen seit 2015 an. Umgerechnet wird alle 45 Minuten eine Frau durch ihren Partner verletzt oder angegriffen. "Die Zahlen sind schockierend", kommentierte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) den Befund: Im Jahr 2019 ist statistisch betrachtet an fast jedem dritten Tag eine Frau durch die Tat ihres Partners oder Ex-Partners gestorben.
 
Wir sprachen mit der Anwältin Asha Hedayati. Sie ist Anwältin für Familienrecht und kämpft für Frauen, die von ihren Männern misshandelt werden.

Eine junge Frau sitzt auf dem Boden und hält sich schützend die Haende vor ihr Gesicht (Symbolbild) © imago images/photothek
imago images/photothek
Download (mp3, 8 MB)
10:10

Radioday am 8. März

Das Unwohlsein der modernen Mutter

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt: In den sieben Jahren nach der Geburt eines Kindes verschlechtert sich das mentale Wohlbefinden von einem Drittel aller Mütter deutlich. Es handelt sich um eine sogenannte substanzielle Verschlechterung, so heißt es in der Studie.

Berufstätige Mutter mit Kindern im Homeoffice © imago images/Jochen Eckel
imago images/Jochen Eckel

Das Unwohlsein der befragten Mütter äußert sich in drei Dimensionen: mentaler Stress, stressbedingter und sozialer Rückzug, depressive Verstimmungen und Angstgefühle. Mareice Kaiser ist Journalistin, spricht am liebsten mit Menschen, stellt Fragen und schreibt (Lebens-)Geschichten auf. Oft geht es dabei um Inklusion, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Chancengerechtigkeit. Sie hat "#coronaeltern" etabliert, unter dem Hashtag berichten seit Frühjahr 2020 viele Eltern von ihren Belastungen im Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung.
 
Wir sprachen mit Mareice Kaiser über das Unwohlsein moderner Mütter.

Berufstätige Mutter mit Kindern im Homeoffice © imago images/Jochen Eckel
imago images/Jochen Eckel
Download (mp3, 15 MB)
09:40

War schön jewesen

Mütter in Märchen

Von Lea Streisand am Frauentag

Lea Streisand © Stephan Pramme
Stephan Pramme
Lea Streisand © Stephan Pramme
Stephan Pramme
Download (mp3, 3 MB)
09:10

Radioday am 8. März

Woher stammt unser Mutterbild?

Eine Einführung in die jüngere Sozialgeschichte der Mutter

Eine Mutter und Tochter beim Abwasch (undatierte Archivaufnahme) © imago images/United Archives International
imago images/United Archives International

Über die verschiedenen Mutterbilder sprachen wir mit der Historikerin Isabell Heinemann.

Eine Mutter und Tochter beim Abwasch (undatierte Archivaufnahme) © imago images/United Archives International
imago images/United Archives International
Download (mp3, 9 MB)