Fr15.04.
2022
15:00 - 19:00

Radioday am Karfreitag

Krieg und Frieden - Europa im Krisenmodus

mit Meili Scheidemann

Preisexplosion an der Tankstelle, Futtermittel- und Getreideausfälle, leere Gasvorräte - der Krieg in der Ukraine hat in Europa eine Krise ausgelöst, deren Auswirkungen weltweit zu spüren sein werden oder schon zu spüren sind. Weichen müssen jetzt gestellt werden?

Mareile "Meili" Scheidemann

Wie kann Frieden gelingen? Braucht Europa eine neue politische Ordnung? Über Perspektiven für die Ukraine und Europa sprechen wir mit Wissenschaftler*innen und Politiker*innen. Der Krieg hat Entscheidungsträger hierzulande in den Aktionismus gezwungen: Wenn alte Brachen in Deutschland jetzt für Tierfuttermittel freigegeben werden und Milliarden in die Bundeswehr gesteckt - werden Klimaschutzziele und Abrüstungspläne über den Haufen geworfen? Außerdem besuchen wir Berliner*innen, die Ukrainer*innen bei sich aufgenommen haben und fragen, wie sie mit dem Dauerausnahmezustand umgehen.

18:40

Radioday "Krieg und Frieden"

Feministische Außenpolitik

Interview mit Anna Hauschild, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

In der Ukraine begehen russische Männer Gräueltaten, in Afghanistan haben die Männer das Land an die Taliban übergeben, und Frauen, Kinder und Familien damit ausgeliefert. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat eine feministische Außenpolitik ins Spiel gebracht.

Eine Reihe männlicher Figuren, dazwischen steht eine weibliche
imago/imagebroker

Eine feministische Sichtweise gehöre zu einer Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts. "Das ist kein Gedöns, sondern das ist auf der Höhe dieser Zeit", sagte die Grünen-Politiker kürzlich im Bundestag.
 
Wie kann eine feministische Außenpolitik aussehen? Und vor allem: Wie soll sie umgesetzt werden? Darüber sprechen wir mit Anna Hauschild, Vertreterin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit.

Eine Reihe männlicher Figuren, dazwischen steht eine weibliche
imago/imagebroker
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18:10

Radioday "Krieg und Frieden"

Wenn Frauen mit am Verhandlungstisch sitzen

Interview mit der Journalistin und Podcasterin Cosima Gill

Das Thema Krieg war und ist noch immer als absolut männlich belegt. Dabei haben Frauen natürlich auch ihre Perspektive auf den Krieg. Und genau aus dieser Perspektive berichtet der neue Podcast "Women in War". Es geht um Frauen, die zwischen die Fronten geraten oder auch an der Front mitkämpfen.

Die Journalistin und Podcasterin Cosima Gill
rbb/privat

Zwei Folgen von „Women in War“ sind bislang erschienen. Die erste zum Krieg in der Ukraine und die zweite zur Situation von Frauen in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban.
 
Eine der Autorinnen von "Women in War" ist Cosima Gill, sie arbeitet als Journalistin unter anderem auch für das Magazin Kontraste. Wir sprechen mit ihr. [mehr]

17:40

Radioday "Krieg und Frieden"

Der Krieg und der Weizen: Brotknappheit in der arabischen Welt

Aus Kairo berichtet ARD-Korrespondentin Anna Osius

Die arabische Welt hat den höchsten Weizenverbrauch pro Kopf. Und Länder wie Ägypten sind substantiell auf Weizenlieferungen aus der Ukraine und Russland angewiesen. Die Märkte haben bereits reagiert, der Preis für Weizen sich an den Rohstoffbörsen zeitweise verdoppelt.

Getreide auf einem Feld
IMAGO / Future Image

Ägypten hat den Internationalen Währungsfond (IWF) um Hilfe gebeten.
 
Was geschieht, wenn die Lieferungen aus der Ukraine und Russland dauerhaft ausbleiben? Darüber sprechen wir mit ARD-Korrespondentin Anna Osius in Kairo.

Getreide auf einem Feld
IMAGO / Future Image
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17:10

Radioday "Krieg und Frieden"

Film: "Waltz With Bashir"

Waltz With Bashir
IMAGO / Ronald Grant

Einen ungewöhnlichen Beitrag zum Thema "Krieg" lieferte 2008 der israelische Filmemacher Ari Folman. Sein dokumentarischer Trickfilm "Waltz With Bashir" schildert ... [mehr]

Waltz With Bashir
IMAGO / Ronald Grant
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16:40

Radioday "Krieg und Frieden"

Hilfsbereitschaft 2015 vs. Hilfsbereitschaft 2022

Die Bereitschaft, Geflüchteten aus der Ukraine zu helfen, scheint in Deutschland gerade groß zu sein. Und sie scheint auch größer zu sein als noch 2015, als viele junge Menschen aus Syrien und Afghanistan nach Deutschland gekommen sind. Auch damals gab es eine große Willkommenskultur.

August 2015: Geflüchtete in Zelten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin (Archivaufnahme)
imago/Christian Mang

Als es dann aber darum ging, syrischen und afghanischen Familien Wohnungen und Arbeits- und Ausbildungsplätze zu vermitteln, da schien es, als ebbte die Hilfsbereitschaft ab.
 
Ist es tatsächlich eine andere Hilfsbereitschaft, die wir gerade erleben? Wir sprechen mit Peter Hermanns, Bereichsleiter beim Internationalen Bund Berlin Brandenburg. Er hatte damals intensiv Geflüchtete betreut und unterstützt.

August 2015: Geflüchtete in Zelten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin (Archivaufnahme)
imago/Christian Mang
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16:10

Radioday "Krieg und Frieden"

Hilfe für ukrainische Geflüchtete in Berlin

Reportage von Farid Dabour

60.000 Menschen haben allein in Berlin seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine einen Zufluchtsort gefunden. Viele von ihnen sind in privaten Haushalten untergekommen. radioeins-Reporter Farid Dabour war in zwei Berliner Wohnungen.

Flüchtlinge, die aus der Ukraine angekommen sind, decken sich nach ihrer Ankunft am Berliner Hauptbahnhof mit gespendeter Kleidung ein.
picture alliance/dpa/ Paul Zinken

Dort hat er mit Menschen, die ukrainische Geflüchtete bei sich aufgenommen haben sowie die Geflüchteten selbst über die neue Situation und Herausforderungen im Alltag gesprochen. [mehr]

Flüchtlinge, die aus der Ukraine angekommen sind, decken sich nach ihrer Ankunft am Berliner Hauptbahnhof mit gespendeter Kleidung ein.
picture alliance/dpa/ Paul Zinken
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15:40

Radioday "Krieg und Frieden"

Der Ukraine-Krieg in den Sozialen Medien

Der Krieg in der Ukraine dürfte der best-dokumentierte Krieg der Geschichte sein - dank Sozialer Medien. Sowohl die Ukraine als auch Russland nutzen diesen direkten Kontakt zu den User*innen, um ihre Sicht der Dinge zu verbreiten.

Das Twitter-Logo vor ukrainischer und die russischer Flagge (Collage)
IMAGO / ZUMA Wire

Der ukrainische Präsident Selenskyj hält Video-Ansprachen über Facebook und Twitter vor Millionen von Menschen. Und auch Putin nutzt die Algorithmen der Sozialen Netzwerke - die Wahrheit bleibt dabei oft auf der Strecke.
 
Vor welche Herausforderungen die digitalen Medien den Journalismus und auch die Konsument*innen stellen, darüber sprechen mit Stefan Mündges, er ist Institutsmanager des Instituts für Journalistik an der TU Dortmund.

Das Twitter-Logo vor ukrainischer und die russischer Flagge (Collage)
IMAGO / ZUMA Wire
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15:10

Radioday "Krieg und Frieden"

Frieden schaffen ohne Waffen?

Interview mit Dr. Bruno Schoch vom Leibniz-Institut

In den 1980er Jahren kämpfte die Friedensbewegung gegen die atomare Aufrüstung - den NATO-Doppelbeschluss. Dann fiel der eiserne Vorhang, für einen Moment schien die Ost-West-Konfrontation aufgehoben und die Friedensbewegung nicht mehr nötig. Dann begann Russlands Präsident Putin im Februar den Angriffskrieg in der Ukraine.

Gegen den Krieg in der Ukraine: Demonstrierende mit Plakaten auf der Straße des 17. Juni in Berlin @ IMAGO / Stefan Trappe
IMAGO / Stefan Trappe

Jetzt tobt der Angriffskrieg in der Ukraine, die Bundeswehr soll mit 100 Milliarden Euro aufgerüstet werden und die Friedensbewegung ist zerstritten. Die einen sagen Ja zu Waffenlieferungen für die Ukraine, andere lehnen jegliche Aufrüstung ab.
 
Wie geht es der Friedensbewegung in diesen kriegerischen Zeiten? Darüber sprechen wir mit Dr. Bruno Schoch, er ist Assoziierter Forscher am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung.

Gegen den Krieg in der Ukraine: Demonstrierende mit Plakaten auf der Straße des 17. Juni in Berlin @ IMAGO / Stefan Trappe
IMAGO / Stefan Trappe
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Radioday am Karfreitag

Krieg und Frieden. Europa im Krisenmodus

Radioday Krieg und Frieden - Europa im Krisenmodus
radioeins

Preisexplosion an der Tankstelle, Futtermittel- und Getreideausfälle, leere Gasvorräte - der Krieg in der Ukraine hat in Europa eine Krise ausgelöst, deren Auswirkungen weltweit zu spüren sind/sein werden.

Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden und wie kann Frieden gelingen? Braucht Europa eine neue politische Ordnung? Über Perspektiven für die Ukraine und Europa sprechen wir mit Wissenschaftler*innen und Politikern. Der Krieg hat Entscheidungsträger hierzulande in den Aktionismus gezwungen: Wenn alte Brachen in Deutschland jetzt für Tierfuttermittel freigegeben werden und Milliarden in die Bundeswehr gesteckt - werden Klimaschutzziele und Abrüstungspläne über den Haufen geworfen? Außerdem besuchen wir Berliner*innen, die Ukrainer*innen bei sich aufgenommen haben und fragen, wie sie mit dem Dauerausnahmezustand umgehen. [mehr]