We’re on Strike – der radioeins Radioday zum Thema Protest

Die Hausbesetzungen in der Mainzer Straße: Eine Berliner Protestgeschichte

In Berlin begann die Zeit der Hausbesetzungen 1971 im Stadtteil Kreuzberg und erreichte ihre Hochphase 1981, als im Westen der Stadt insgesamt mehr als 160 Häuser besetzt werden. Die Besetzung der Mainzer Straße 1990 ist der Beginn einer Gesamtberliner Bewegung, erstmalig besetzen Ost- und Westbesetzer gemeinsam eine ganze Häuserreihe.

Besetztes Haus in der Mainzer Straße in Berlin-Friedrichshain 1990
Besetztes Haus in der Mainzer Straße in Berlin-Friedrichshain 1990 | © imago images / Werner Schulze

Laut Historiker Dr. Hanno Hochmuth vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam ist die Besetzung in der Mainzer Straße auch das letzte Aufbäumen der Bewegung. Das Besondere: 10 Häuser werden zusammenhängend besetzt und diverse Gruppen an Aktivisten teilen sich die Häuser untereinander auf. Die einzigartige Besetzung begann an einem 1. Mai, also heute vor genau 32 Jahren.

Wir sprechen mit Dr. Hanno Hochmuth vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.

Besetztes Haus in der Mainzer Straße in Berlin-Friedrichshain 1990
imago images / Werner Schulze
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