We’re on Strike – der radioeins Radioday zum Thema Protest - Als Journalist auf rechten Protesten

rbb-Journalist Olaf Sundermeyer berichtet am 17.06.2017 auf der Demo der Identitären Bewegung in Berlin © imago images/Rolf Kremming
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rbb-Journalist Olaf Sundermeyer berichtet am 17.06.2017 auf der Demo der Identitären Bewegung in Berlin | © imago images/Rolf Kremming Download (mp3, 7 MB)

"Demonstrationen und Proteste bilden auch im Jahr 2021 den gefährlichsten Arbeitsplatz. Durch tätliche Angriffe und Bedrohungen entsteht hier das größte Berufsrisiko für Journalist:innen in Deutschland", heißt es in einer Studie des Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig.

Die Forscher*innen verzeichneten 2021 83 tätliche Angriffe gegen Journalist*innen. Das sind 14 mehr als noch 2020. In den registrierten Fällen waren demnach insgesamt 124 Medienschaffende von der Gewalt betroffen - darunter waren auch Journalistenteams. Bei 60 Prozent ließe sich der politische Hintergrund schwer zuordnen, ein Prozent sei dem linken und 39 Prozent dem rechten Spektrum zuzuordnen.

Olaf Sundermeyer ist Journalist bei rbb24 Recherche und beschäftigt sich seit Jahren mit der rechten Szene. Er berichtet von rechten Demonstrationen und in den letzten Jahren von Querdenker-Protesten. In einem Interview zum Tag der Pressefreiheit sagt er, dass er die Zäsur für den Reporteralltag 2014 verordnet. Da hat sich in Dresden Pegida gegründet, zugleich kam die AfD als starke parlamentarische Kraft auf. Damals sei das Narrativ der "Lügenpresse" entstanden.