We’re on Strike – der radioeins Radioday zum Thema Protest - "Nicht ohne uns 14 Prozent": Protest für ein Wahlrecht für alle

In einem Wahllokal wird am 26.09.2021 die Wahlurne ausgeleert und die Stimmen ausgezählt © imago images/Rüdiger Wölk
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In einem Wahllokal wird am 26.09.2021 die Wahlurne ausgeleert und die Stimmen ausgezählt | © imago images/Rüdiger Wölk Download (mp3, 8 MB)

Im Vergleich zu anderen Formen politischer Partizipation sind Wahlen in einer Demokratie nicht nur die konventionellste, sondern auch die egalitärste Art der politischen Beteiligung - das mag man zumindest annehmen. Mit einer abgegeben Stimme lässt sich nicht nur Zustimmung, sondern auch Unmut oder "Protest" ausdrücken.

Wenn das Recht zu wählen fehlt, fehlt somit auch das einfachste Mittel der politischen Partizipation. So geht es in Berlin ganzen 25 Prozent und Deutschlandweit etwa 14 Prozent der Bevölkerung. Die Initiative "Nicht ohne uns 14 Prozent" setzt sich für ein Wahlrecht für alle ein, also auch für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft.

Sanaz Azimipour ist Aktivistin, Autorin und Gründerin sowie Vorsitzende von Migloom e.V., einem Verein, der sich dafür stark macht, Raum für die Stimmen von MigrantInnen in Politik, Medien und der Zivilgesellschaft zu schaffen. Sie ist Mit-Initiatorin von "Nicht ohne uns 14 Prozent" und Sprecherin der Initiative "Demokratie für alle". Der Protest für ein sog. Ausländerwahlrecht läuft seit mittlerweile 50 Jahren, jetzt könnte sich zumindest in Berlin etwas verändern, sagt Azimipour.