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Humboldt for Future - der wissenschaftliche Blick

Wie funktioniert eigentlich globale Klimapolitik? Welche Rolle spielen Verhaltensänderungen beim Erreichen der Klimaziele? Ist ein klimaneutrales Europa möglich? Und mit welchen Folgen müssen wir rechnen, wenn wir jetzt nicht handeln?

Fridays for Future-Protest © imago images/Michael Schick
Sie protestieren für ein besseres Klima und schwänzen dafür den Schulunterricht: Unter dem Motto „fridays for future“ gehen seit Monaten tausende Schüler immer freitags auf die Straße | © imago images/Michael Schick

Diese Fragen von Berliner Schülerinnen und Schülern der #FridaysForFuture-Bewegung hat der HU-Wissenschaftler Carl-Friedrich Schleussner in Kooperation mit dem Wissensvermittlungsteam der Berliner #FridaysForFuture-Bewegung in Erfahrung gebracht. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen stand er in einer vierteiligen Vorlesungsreihe im Mai und Juni Rede und Antwort – denn seine Forschung belegt, wie viel für die junge Generation auf dem Spiel steht.

„Ich kann gut verstehen, warum die Kinder und Jugendlichen auf die Straße gehen“, erklärt der Klimaphysiker, der am Integrativen Forschungsinstitut zu Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen (IRI THESys) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) eine Nachwuchsgruppe leitet. „Als Folge der aktuellen, unzureichenden Klimaschutzanstrengungen wird ein heute 16-jähriger im Durchschnitt über die Hälfte seines Lebens in einer Welt mit mehr als 1,5 Grad Celsius Erderwärmung zubringen, möglicherweise sind es sogar mehr als zwei Grad Celsius. Das heißt, die Kinder und Jugendlichen werden künftig mit Klimafolgen zu kämpfen haben, die ein heute 60-jähriger Entscheidungsträger kaum noch erleben wird.“

Wie ernst die Lage ist und welche (politischen) Mittel dringend nötig und wirksam sind, darüber sprach Stephan Karkowsky mit den Wissenschaftlern Sabine Fuss und Carl-Friedrich Schleussner von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Fridays for Future-Protest © imago images/Michael Schick
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Quelle: HU