Himmelfahrt

Radioday Fliegen
radioeins

radioeins im Flugmodus - der Radioday übers Fliegen

Zu Christi Himmelfahrt schaltete radioeins um in den Flugmodus - und beleuchtete einen Tag lang die Finessen, die Tücken und die Schattenseiten des Fliegens.

Himmelfahrt von 9 bis 21 Uhr

radioeins im Flugmodus - der Radioday übers Fliegen am 30.05.2019

Im Jahr 2018 sind weltweit so viele Menschen geflogen wie nie zuvor, Fliegen ist billiger denn je und der langersehnte Menschheitstraum vom Fliegen, wie er vor 100 Jahren geträumt wurde, ist heute Alltag - und dabei oft richtig nervig. Verspätungen, Streiks, kein Komfort - und schlecht fürs Klima ist Fliegen sowieso...
 
Ist überhaupt noch was übrig vom Zauber über den Wolken? Was können wir von Vögeln oder Spinnen übers Fliegen lernen? Und hilft uns das neue Phänomen der Flugscham, die Umweltsünde Fliegen einzuschränken? Zu Christi Himmelfahrt schaltete radioeins um in den Flugmodus - und beleuchtete einen Tag lang die Finessen, die Tücken und die Schattenseiten des Fliegens.  

Das radioeins-Flugteilchen

Das radioeins-Flugteilchen

Wissenswertes aus der Luft

Stewardessen checken Passagiere
Jeder Fluggast wird von den Stewards und Stewardessen persönlich begrüßt - aus Höflichkeit, aber auch, um gleich beim Einstieg festzustellen, ob der Passagier freundlich oder aggressiv ist. Außerdem prüft der Flugbegleiter: Gibt es körperlich fitte Personen, die in einer Notsituation helfen können? Oder anders herum: Wenn jemand betrunken oder unter Drogen an Bord geht, muss er während des Fluges besonders im Auge behalten werden.
 
Hände hinterm Rücken
Bei der Begrüßung an Bord verschränken Flugbegleiter ihre Hände meist hinter dem Rücken. Allerdings nicht aus Höflichkeit, sondern weil sie so die Passagiere zählen, die an Bord gehen - mit einem kleinen “Klickzähler”, den sie versteckt in der Hand hinter ihrem Rücken halten. So weiß das Personal, ob tatsächlich alle angemeldeten Passagiere auch an Bord sind.

Loch im Fenster
Ist Ihnen auch schon mal das winzige Loch im Kabinenfenster eines Flugzeugs aufgefallen? Es befindet sich in der mittleren von drei Acrylscheiben und sorgt als sogenanntes Atmungsfenster dafür, dass die Luft zwischen den drei Scheiben zirkulieren kann - und nichts beschlägt. Das Loch dient als Entlüftungsventil. Sonst würde in den Räumen zwischen den drei Scheiben während des Fluges enormer Druck entstehen - und die Scheiben könnten zerbersten. (Der Druck im Flugzeug ist übrigens auch der Grund, warum die Fenster rund sind - denn Eckige können den nicht so gut ausgleichen und gehen schneller kaputt.)

Aschenbecher am Klo
Wieso gibt es eigentlich auf Flugzeug-Toiletten bis heute Aschenbecher - trotz Rauchverbot? Ganz einfach: Wenn sich jemand verbotenerweise doch mal eine Zigarette anzündet und sie dann in den Mülleimer schmeißt, könnte ein Feuer entstehen. Im Aschenbecher hingegen kann die Kippe gefahrlos entsorgt werden.

Gedimmtes Licht bei Start und Landung
Warum wird eigentlich vor Start oder Landung in der Nacht das Kabinenlicht gedimmt? Das dient der Sicherheit: Denn das Licht ist so der Umgebung angepasst. Sollte es also wirklich zu verunglückten Starts oder Landungen kommen, wären die Augen der Passagiere schon an die äußeren Lichtverhältnisse gewöhnt. Und das spart bei einer Evakuierung Zeit.

Emotionen in der Luft
Sie schauen einen Film im Flugzeug und müssen plötzlich weinen? Da sind Sie nicht allein: Denn aus verschiedenen Gründen sind wir in der Luft emotional instabil: Da ist der Reisestress, außerdem ein verringerter Sauerstoffgehalt im Flieger und damit auch in Ihrem Gewebe. Schon kullern die Tränen deutlich schneller als sonst.

Warum sind Flugzeuge weiß?
Die allermeisten Flugzeuge sind weiß lackiert - warum eigentlich? Durch die Sonne von außen und die Technik im Flieger heizt sich ein Flugzeug in der Luft schnell auf - und muss ständig gekühlt werden. Ein schwarzer Anstrich würde nur noch zusätzlich Sonnenlicht absorbieren. Der weiße Lack aber reflektiert besonders viel Sonnenlicht - so muss weniger gekühlt werden. Das spart dann auch noch Sprit - und Geld.