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Hans-Christian Ströbele: Ein klassischer 68er

Hans-Christian Ströbele steht wie kein Zweiter für grüne Parteigeschichte, für die heftigen Konflikte der jungen und auch älteren Bundesrepublik, Studentenbewegung, taz-Gründung, RAF-Geschichte, Parteigeschichte und vieles mehr. Ströbele war oft auf der Seite von: Dagegen.

Hans-Christian Ströbele (Die Grünen) auf dem Fahrrad in Berlin-Kreuzberg © imago/Future Image
Hans-Christian Ströbele (Die Grünen) auf dem Fahrrad in Berlin-Kreuzberg © imago/Future Image | © imago/Future Image

Der Politik-Veteran Hans-Christian Ströbele gilt bundesweit als einer der profiliertesten Vertreter der Grünen. Trotz einer - ausgeheilten - Krebserkrankung kandidierte er erneut bei der Bundestagswahl 2013 und verteidigte seinen Berliner Wahlbezirk mit 39,9 Prozent der Stimmen zum vierten Mal. Aber ein fünftes Mal wird es nicht mehr geben: Nach insgesamt 20 Jahren im Bundestag hat der 77-Jährige Ende letzen Jahres seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur verkündet. Ein Rückzug aus der Politik stehe aber nicht bevor. Das habe er auch seiner Basis gesagt. Seit 2014 ist er Mitglied im NSA-Untersuchungsausschuss.

Der 1939 in Halle geborene Ströbele war unter anderem Verteidiger der terroristischen "Roten Armee Fraktion" (RAF). Ströbele war damals ein führender Vertreter der außerparlamentarischen links-alternativen Bewegung und Gründer der Berliner "tageszeitung". 1985 trat er der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz (AL) bei, die später den Grünen als Berliner Landesverband angegliedert wurde.

Katja Weber sprach mit Hans-Christian Ströbele über seine Protesterfahrungen und was junge Menschen heute aus Protest machen können.

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Quelle: dpa